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Süßes oder Saures? Wie wird Halloween zum Erfolg?

Das amerikanische Grusel-Volksfest Halloween wird seit Jahren auch in Deutschland gefeiert und findet immer mehr Anhänger Hierzulande. Wie kam der US-Hype nach Deutschland? Und was braucht man alles für die perfekte Party?

Kürbis, Kostüme und eine schaurig schöne Atmosphäre – Halloween steht vor der Tür. Noch vor wenigen Jahren war in Deutschland das amerikanische Fest mehr oder weniger unbekannt. Die Kinder verkleideten sich zwar, das Fest war jedoch als Karneval und Fasching bekannt und wurde in kalten Februartagen gefeiert. Fasching gibt es auch heute noch, das beliebte Fest hat allerdings Konkurrenz aus den USA bekommen: Am 31. Oktober wimmelt es auf den Straßen Deutschlands vor Vampiren, Hexen und Gespenstern.

Wie ist Tradition eigentlich entstanden?

Der Grund für die Adaption des keltischen, in den USA sehr populären Festes kennen nur wenige Menschen: Aufgrund des Golfkriegs wurde im Jahr 1991 alle Faschingsfeste in Deutschland abgesagt. Die Kostümverleihe blieben auf ihrem gesamten Angebot sitzen und überlegten sich eine Alternative. Die Lösung: Man übernahm das Faschingsfest der Amerikaner und vermarktete die eigenen Produkte erneut. Die Tradition „Trick or treat“ wurde mit „Süßes oder Saures“ ersetzt – schon war der neue Brauch in Deutschland geboren.

Das passende Kostüm

Am 31. Oktober wollen sich die wenigsten Kinder als Ritter, Indianer oder Prinzessinnen verkleiden. Zum Gruselfest gehören Monster-Kostümewie Vampire, Zombies und andere schaurige Wesen aus Mythen, Sagen und Filmen. Die Devise lautet: je schauriger, desto schöner! Die eigenen erwachsenen Maßstäbe sollten allerdings nicht an den Kostümen des Nachwuchs ausgelebt werden. Bluttropfen im Mundwinkel eines kleinen Vampirs sind bereits ausreichend, bloß nicht übertreiben!

Tipp: Eigene Kreationen und eigenhändig bemalte Gesichter sind der absolute Renner zu Halloween. Die ganze Familie sollte sich zusammensetzen und sich für ein Kostüm entscheiden. Gemeinsam können Details ausgearbeitet und verwirklicht werden. So wird jedes Kostüm zum Unikat und wird von allen Nachbarn und Freunden bestaunt.

  • Die Hexe: Aus einigen alten, verschieden langen Röcken, die durchaus zerschnitten werden dürfen, einem Kopftuch sowie einigen Accessoires kann ganz schnell ein individuelles Hexenkostüm gebastelt werden. In die Röcke werden Löcher geschnitten. Die Röcke werden anschließend übereinander getragen. Das Oberteil kann ebenfalls etwas zerfetzt sein. Eine kleine Stoffkatze kann als Accessoire auf die Schulter genäht werden. Im Gesicht darf die obligatorische Warze nicht fehlen. Auf die Schuhe kann noch eine gebastelte Spinne geklebt werden – fertig ist das Hexen-Kostüm.
  • Das Gespenst: Der absolute Klassiker. Hier reichen bereits alte Bettlaken, die über den Körper gestülpt werden. Für die Augen werden mit einer Schere Gucklöcher ausgeschnitten. Eine Kette oder ein Strick wird als Gürtel getragen.
  • Der Vampir: Auch dieses Kostüm ist relativ simpel und klassisch. Hier reicht ein schwarzer Sakko mit weißem Hemd. Das Gesicht wird komplett weiß geschminkt. Schwarze Augenringe sollten nicht fehlen, genauso wie ein wenig Blut in den Ecken des Mundes. Die Haare sollten nach hinten gegeelt werden.

Die perfekte Dekoration

Für eine gruselige Halloween-Party sollte die passende Deko natürlich nicht fehlen. Leuchtende Kürbisse sind natürlich ein absolutes Muss. Die Dekoration beginnt natürlich ganz traditionell im Garten, denn diesen müssen mutige Kinder durchqueren, um an die Süßigkeiten zu gelangen. Angefangen bei beleuchteten Kürbissen über Gespenster bis hin zu Spinnweben ist natürlich alles erlaubt, was die Kleinen verschreckt. Der Phantasie sind praktisch keine Grenzen gesetzt.

Häufige Schreibfehler

Halloween, Hallowin oder Helloween? Es gibt die kuriosesten Schreibweisen für das Gruselfest. Nachfolgend eine Auflistung mit typischen Falschschreibungen.

  • Hallowen
  • Haloween
  • Holloween
  • Hallowin
  • Halowen
  • Hellowen
  • Hallowenn
  • Hallween
  • Halowin
  • Heloween
  • Halloweeen
  • Halooween
  • Hellowin

Artikelbild: © Allies Interactive / Shutterstock

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