Jappy – ein weiteres buntes Social-Network

Das soziale Netzwerk Jappy wurde im Juni 2001 gegründet und wird als ein Netzwerk für Freunde bezeichnet. Die fast 1,6 Millionen (Stand 20.05.2012) Mitglieder versenden täglich über 9 Millionen Mails. Jeden Tag melden sich etwa 2.000 neue User an. Ein Großteil der Mitglieder stammt aus den Bundesländern Hamburg, Berlin, Brandenburg, NRW, Sachsen-Anhalt und dem Ballungsraum Ruhrgebiet. Bis 2011 konzentrierte sich die Plattform auf den deutschsprachigen Raum. Seit Mitte vergangenen Jahres wird zusätzlich eine englische Version der Internet-Community angeboten.

Geschichte der Internet-Community

Geschichte

Geschichte

Die beiden Studenten Matthias Vogl und Christian Wimmer gründeten 2001 das Online-Angebot „Singletreffen.net“. Die Nutzer des Portals sollten die Möglichkeit haben, online zu flirten und ihren Traumpartner zu finden. Bereits ein Jahr später wurde die Online-Plattform in „Jappy.tv“ umbenannt, wobei „Jappy“ ein frei erfundener Fantasiename ist. Seit 2005 ist die Community als „Jappy.de“ bekannt. Ein Jahr später zählte das Portal bereits mehr als 100.000 Mitglieder und wurde dem Erfolg sei Dank von der damaligen GbR in eine GmbH umgewandelt. Ende 2008 gehörten mehr als eine Million Nutzer der Community an, die über 2,5 Milliarden Seitenaufrufe im Monat generierten. Gemessen an den Ad Impressions gehört die Plattform zu den Top 3 Publishern in Deutschland und finanziert sich ausschließlich durch Werbeeinnahmen. Anlässlich des zehnten Geburtstages wurde im Herbst 2011 die vierte Version der Webseite veröffentlicht, in Zukunft soll eine Überarbeitung mit neuen Features folgen.

Angebot und Features

Angebot Features

Angebot & Features

Ähnlich wie bei anderen Communities und sozialen Netzwerken wie Facebook ist eine Registrierung mit gewünschtem Nicknamen, E-Mail-Adresse und PLZ erforderlich. Der reelle Vor- und Nachname kann auf Wunsch angegeben und je nach Einstellungen der Privatsphäre im Profil angezeigt werden, ist aber nicht Pflicht. Das eigene Profil kann mit einem Begrüßungstext, Benutzerbild und Unterseiten gestaltet werden. Profil-Besucher können im Gästebuch Einträge hinterlassen. Wer Gästebucheinträge verfassen darf, kann individuell festgelegt werden. Die Flirtoption muss aktiviert werden, damit das Anbaggern anderer User möglich wird. Mithilfe der virtuellen Währung (Credits) können sich die User untereinander beschenken und das Herz des Online-Schwarms erobern.

Kritik und Kitsch

Kritik Kitsch

Kritik & Kitsch

Die Stiftung Warentest untersuchte im März 2010 mehr als zehn deutschsprachige Social-Networks mit Besucherzahlen über 100.000. Bei Jappy wurde eine schwerwiegende Sicherheitslücke entdeckt. Hacker nutzten diese aus, um sich mit der Brute-Force-Methode Zugriff auf andere Benutzerkonten zu verschaffen. Um den Passwortschutz zu umgehen, benötigten die Angreifer nur eine Woche. Diese Sicherheitslücke wurde allerdings umgehend geschlossen. Stern.de bezeichnet das Netzwerk als „ein Kitschuniversum“, wo die User keinen Wert auf Orthografie und Syntax legen. Das sei auch nicht nötig, schließlich sprechen die dort verwendeten Bilder mehr als 1.000 korrekt geschriebene Worte. Demnach zelebriert das Portal „die Renaissance des Kitsches“. Die User können tatsächlich zahlreiche Emoticons versenden, doch diese sind meist sehr kitschig. Angefangen bei animierten Rosenblüten bis hin zu tanzenden Teddybärchen und nackten, tätowierten Models ist alles versendbar. Jappy scheint ein Parallel-Universum der Gesellschaft zu sein, wo die Nutzer mit teilweise sehr hohen Altersunterschieden kommunizieren können, und das ohne jegliche Konsequenzen.

Keine Tolerenaz für Rechtsextremismus

Obwohl Jappy jeder, unabhängig von Geschlecht, Nationalität, Herkunft oder sozialem Hintergrund nutzen kann, gibt es eine klare Regel gegen Rechtsextremismus: Er wird nicht geduldet. Viele Anhänger dieser „Ideologie“ versuchen auf sozialen Netzwerken besonders junge Nutzer von der Richtigkeit ihres Denkens zu überzeugen, und anschließend für ihre Zwecke zu missbrauchen. Um den Rechtsextremismus zu bekämpfen, verfügt die Internet-Community über ein Moderatorensystem, das aus 240 freiwilligen Moderatoren besteht, die in ihrer Freizeit für Ordnung sorgen. Jeden Tag werden bis zu 25.000 Profilbilder manuell überprüft. Bei der Anmeldung sind politische Aussagen als Pseudonym nicht erlaubt. Solche Benutzerkonten verstoßen gegen die Nutzungsregeln und werden ohne Warnung gelöscht. Abgesehen von der Konten-Sperrung geht Jappy einen Schritt weiter. Gegen besonders extreme Fälle erfolgt unter Umständen eine Strafanzeige. Die User der Community können bei der „Säuberung“ helfen, indem sie den „Meldebutton“ ihres Profils nutzen. Dort gibt es einen speziellen Meldepunkt „Extremismus“. Optional können Moderatoren direkt online angeschrieben bzw. über die Telefonhotline kontaktiert werden.

Geschichte: © wiki.jappy.de

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