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Wer ist?

Sexy Cora – eine menschliche Tragödie

Das deutsche Amateurgirl Carolin Wosnitza, geboren am 23. Mai 1987 und bekannt unter dem Namen „Sexy Cora“, verfolgte nicht den typischen Büro-Job, sondern war bereits im jungen Alter nach einem Beruf, mit dem sie schnell Geld verdienen konnte. Bereits mit 18 Jahren ließ sie sich die Brüste vergrößern, ein Jahr später drehte sie einen Amateurclip mit einer Handycam und veröffentlichte diesen auf eine Amateurplattform. Der Sekretärinnenjob wurde an den Nagel gehangen und sie begann sich in jeder Lebenssituation zu filmen. Der Erfolg blieb nicht aus – die junge Frau wurde schnell zu einem der beliebtesten Amateur-Girls der Szene.

TV-Auftritte und Big Brother

Der Erfolg der jungen Berlinerin, die später nach Hamburg zog, feierte mit dem Einzug in das Big Brother Haus ihren Höhepunkt. In der zehnten Staffel der RTl II-Produktion musste Sexy Cora einmal ausziehen und anschließend durch das Zuschauervoting wieder einziehen. Im Haus hatte sie zeitweise eine freundschaftliche Beziehung zu Tobias. Während sich die anderen Bewohnerinnen nicht nackt in der Dusche und Badewanne in Szene setzten, hatte Cora keine Probleme damit. Nach ihrer Flucht aus dem Big Brother Haus hatte sie weitere Fernsehauftritte in der Talkshow „Britt“ zum Thema „Meine Brust ist mein Kapital„ und im Musikvideo „Frust“ des Rappers D-BO. Weiterhin hatte sie Rollen in den Filmen „Gegengerade – Keiner siegt am Millerntor“, „Kein Sex ist auch keine Lösung“ sowie in der ZDF-Produktion „Einsatz in Hamburg“.

„Mein Körper ist mein Kapital“

Brustvergrößerungen sind in der Pornobranche ein Werbemittel. Doch nicht nur diese Branche ist davon überzeugt, dass ein größerer Busen gleichzeitig eine größere Aufmerksamkeit bringt. Reality-TV-Berümtheiten sind ebenso von der Effizienz eines großen Vorbaus überzeugt. Sexy Cora ließ sich ihre Brüste gleich fünfmal vergrößern. Ihre Brüste waren eigenen Angaben zufolge ihr Kapital. Doch die sechste OP sollte ihr zum Verhängnis werden. Nachdem ein Berliner Arzt sie auf das Risiko aufmerksam machte und die OP verweigerte, wandte sie sich an eine Hamburger Klinik.

Todesursache: Ärztepfusch

Monate nach dem tragischen Tod des Erotikstars und Big Brother Bewohnerin konnte ein Gutachter die Todesursache klären. Eine fehlerhafte Beatmung während der sechsten Brust OP in einer renommierten Hamburger Privatklinik soll zum Tod der 23-Jährigen geführt haben. Die junge Frau erlitt einen Herzstillstand und wurde neun Tage lang in ein künstliches Koma versetzt. Die schweren Hirnschäden führten letztendlich zum Tod von Sexy Cora. Laut einem Gutachten wurde bei der Beatmung der Big Brother Bewohnerin schwerwiegende Fehler gemacht, die zum Herzstillstand führten. Wie aus dem Gutachten ersichtlich wird, gab es auch Fehler bei der Rettung von der 23-Jährigen nach dem Herzstillstand. Mit einer gezielten Herzmassage hätte sie gerettet werden können, ohne schwere Hirnschäden erleiden zu müssen. Diese Herzmassage soll ausgeblieben sein, stattdessen versuchten die Ärzte der Hamburger Klinik sie mit einem Defibrilator wiederzubeleben.

Anklage gegen Ärztin

Mehr als ein Jahr nach dem Tod von Sexy Cora erhob die Hamburger Staatsanwaltschaft Anklage gegen die Narkoseärztin. Ihr wurden zwei Vorwürfe gemacht: Bei der Operation zur Brustvergrößerung habe die Anästhesistin nicht für eine ausreichende Beatmung gesorgt, was zum Herzstillstand führte. Der zweite Vorwurf war, dass sie die Reanimationsmaßnahmen nicht fachgerecht ausgeführt habe. Nun muss sich die 55-Jährige wegen fahrlässiger Tötung vor dem Landgericht verantworten.

Das Geschäft nach dem Tod

Auch nach ihrem Tod blüht das Geschäft mit dem Busenstar Carolin Wosnitza. Über das Internet und diversen Shops werden die DVDs aus ihrer Zeit als Pornostar verkauft. Mit ihrem Verlangen nach mehr Oberweite geriet die 23-Jährige, die ihre erste Brust OP mit 18 Jahren hinter sich brachte, in eine völlig außer Kontrolle geratene Branche. Sexy Cora wurde von einem Berliner Arzt bereits gewarnt, er lehnte die sechste OP zur Brustvergrößerung ab. Das Größenverhältnis zwischen ihrem zierlichem Körperbau und den Brüsten sei zu groß. Doch Frau Wosnitza fand schnell eine andere Klinik, die bereit war, die OP durchzuführen. Eine schlechte Entscheidung, wie sich später herausstellte, als sie nach einem Herzstillstand ins Coma fiel und aufgrund einer Hirnlähmung starb. Der tragische Fall der ehemaligen Big Brother Bewohnerin wirft abermals ein grelles Licht auf die Industrie, die das Wort „Rezession“ nicht in ihrem Vokabular führt.

Artikelbild: Creative Commons by LP 640 „Sexy-Cora“ – Flickr – Tom Wolf – Automotive Photography – CC BY-SA 2.0

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