Kategorien
Haushalt

Die optimale Bettwäsche für jeden Typ – so erkennt man sie

Frieren, Schwitzen oder Allergie – jede Person hat individuelle Voraussetzungen, um beim Schlaf Ruhe zu finden. Für die passende Bettwäsche gibt es einige nützliche Orientierungshilfen.

Die Ursachen für unruhigen Schlaf liegen oft schon in der falschen Bettausstattung. Der Bettbezug sollte die Feuchtigkeit unter der Decke gut regulieren. Ebenso wichtig ist es, unter der Decke nicht zu frieren. Für Allergiker und Menschen mit empfindlicher Haut hängt besonders viel vom gesunden Material ab.

Klassische Bettwäsche für den natürlichen Feuchtigkeitsverlust im Schlaf

Über die Haut verliert der Mensch durchschnittlich bis zu einem Liter Wasser im Schlaf. Das liegt an natürlichen Stoffwechselvorgängen. Deshalb muss Bettwäsche eine gewisse Menge an Feuchtigkeit aufnehmen zu können.

In früheren Jahrhunderten war Leinen das Material der Wahl. Die Leinenfaser kann ein Vielfaches ihres Gewichts an absorbieren und auch zügig an die Luft abgeben. Daher gehörte zu Uromas Zeiten die Leinenbettwäsche zur typischen Schlafzimmer-Ausstattung.

Mittlerweile ist Baumwolle an die erste Stelle gerückt. Auch sie hat eine hohe Saugfähigkeit und ist deutlich pflegeleichter als Leinen. Für jeden Durchschnittsmenschen ist deshalb eine hochwertige Bettwäsche aus Baumwolle optimal geeignet.

Bettwäsche für Personen mit erhöhtem Feuchtigkeitshaushalt

Sommerliche Hitze oder ein stark beheiztes Schlafzimmer können zu nächtlichem Schwitzen führen. Ebenso spielen individuelle Faktoren eine Rolle, wenn die Haut nachts höhere Mengen Feuchtigkeit abgibt. Dazu gehören Erkrankungen mit Fieber, hormonelle Schwankungen oder eine gesteigerte Schilddrüsenaktivität beispielsweise wegen sportlichem Training.

Ebenso können Übergewicht, Stress und seelische Nöte eine Ursache sein. Wer zu starkem Nachtschweiß neigt, sollte eine Bettwäsche mit hohem Verdunstungsgrad wählen. Leinen ist hierfür eine hervorragende Naturfaser, die in Sommer und Winter verwendet werden kann.

Im Sommer bietet sich auch Seide an. Ebenso haben Mikrofasern aus Zellstoff hervorragende klimatische Eigenschaften (Tencel/ Liozell). Das Gleiche gilt für die synthetische Mikrofaser. Da zwei Drittel des weltweiten Mikroplastiks allerdings aus synthetischen Textilfasern stammt, empfiehlt sich hier eine bedachte Wahl. Meistens gelangt es über die Waschmaschine in die Umwelt.

Bettwäsche für leicht frierende Personen

Eine sehr gute Verdunstungsrate wie bei den oben genannten Fasern sorgt automatisch für Kühlung auf der Haut. Deshalb sind solche Materialien weniger optimal für Personen, die schnell frieren. Hier bieten sich wieder Baumwoll-Bettwäschen an.

Die Verdunstung ist bei Baumwolle deutlich langsamer. Deshalb kann sie einen wärmenden Effekt unter der Bettdecke besser aufrecht erhalten. Feinabstimmungen lassen sich hier durch die gewählte Gewebetechnik erzielen.

Im Winter sind flauschige Gewebe aus Biber, Flanell oder Jersey besonders kuschlig und wärmend. Im Sommer wirkt Satin angenehm kühlend. Auch Perkal-Bettwäsche ist im Sommer perfekt.

Bettwäsche für Menschen mit empfindlicher Haut.

Wer zu Allergien und gereizter Haut neigt, benötigt Gewebe mit einem angenehm leichten, zarten Gefühl auf der Haut. Sehr empfindliche Haut wird durch feine Fasern und glatte Gewebe von Seide und Satin kaum gereizt. Andererseits ist unbedingt auf eine schadstofffreie Qualität zu achten.

Chemische Rückstände in Textilien lösen häufig allergische Reaktionen aus. Sehr empfehlenswert sind deshalb Bettwäschen, die mit einem Textilsiegel für geprüfte Schadstofffreiheit ausgestattet sind. Das OEKOTEX Standard 100 unterliegt einer strengen und vertrauenswürdigen Prüfung. Auch  das GOTS Siegel garantiert solche Qualität. So bleiben gesundheitliche Risiken gering.

Lies zu diesem Thema auch hier weiter:  Warum lassen sich Blutflecken besser mit kaltem Wasser ausspülen?