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Der Viktualienmarkt

Was ursprünglich ein einfacher Bauernmarkt war, hat sich im Laufe der Zeit zu einem Einkaufsplatz für Feinschmecker entwickelt. Der unverwechselbare Markt gewinnt durch das große Angebot und die Vielfalt noch mehr an Charme. Die ca. 22.000 m² große Fläche ist voll mit den verschiedensten Händlern. Das große Angebot ist einmalig!

Sie ist in verschiedene Bereiche aufgeteilt: Obst, Gemüse, Südfrüchte, Fleisch und Wurst, Feinkost, Blumen, Pflanzen, Trockenblumen, Kränze, Käse und andere Milchprodukte, Backwaren, Geflügel, Fisch, Wein und Spirituosen, Gastronomie, Säfte, Honig, Gewürze und Kräuter, Tee, Eier und Trockenfrüchte.

Hier gibt es auch regelmäßig Veranstaltungen, wie zum Beispiel der Faschingsbeginn (Narrhalla) am 11.11. jedes Jahres. Andere Feste sind zum Beispiel: Eröffnung der Spargelsaison (Mitte April), Brauertag, Gärtnertag (Anfang August) und das Sommerfest (Anfang August). Der vollständige Veranstaltungskalender ist auf der offiziellen Website zu finden.

Die Geschichte des Viktualienmarkts reicht weit zurück. Er entstand im weitesten Sinne im Mai 1807 zur Hochzeit von König Max I. Josef. Früher gab es einen Markt, auf dem landwirtschaftliche Erzeugnisse angeboten wurden, auf dem heutigen Marienplatz. Als dieser jedoch zu klein wurde, befahl der König, ihn auf den jetzigen Standort zu verlegen. Der Name „Viktualienmarkt“ kommt vom spätlateinischen Ausdruck „Viktualien“, was so viel wie Lebensmittel bedeutet. Im Laufe der Zeit expandierte der Markt immer weiter und wurde um verschiedene Bereiche ergänzt, wie beispielsweise das Angebot an Fisch. Es folgten weitere Sparten wie Bäckerei und Metzgerei.

Im 2. Weltkrieg wurde der Platz sehr in Mitleidenschaft gezogen. Er stand kurz davor, aufgelöst und durch Hochhäuser ersetzt zu werden, jedoch bevorzugte die Stadtverwaltung es, den Marktplatz wiederherzustellen. Trotz all der ständigen Veränderungen und Erweiterungen hat der Markt seinen Charme und seine Beliebtheit immer behalten. Das beweist auch ein bekanntes Münchener Zitat: „Das Herz Münchens schlägt am stärksten am Viktualienmarkt!“

Man erreicht den Viktualienmarkt am besten mit öffentlichen Verkehrsmitteln, da es auf dem Platz direkt keine Parkplätze gibt und außerdem das Parken weiter außerhalb Unkosten verursacht.

Auf dem Platz befinden sich weiterhin noch sechs Brunnendenkmäler, die an das ehemalige Kanalnetz der Isar erinnern. Diese Denkmäler sind verschiedenen Menschen gewidmet, die mit dem Markt in irgendeiner Weise verbunden waren. Die Namen dieser sechs Personen sind: Elise Aulinger, Ida Schumacher, Karl Valentin, Liesl Karlstadt, Roider Jackl und Weiß Ferdl.

Früher hatte der Viktualienmarkt jeden einzelnen Tag (auch Sonntags) von 7 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit geöffnet. Heute hat der Viktualienmarkt Montag bis Samstag bis maximal 20 Uhr geöffnet.

Der Viktualienmarkt ist also ein charakteristisches und uriges Plätzchen für einen kleinen Ausflug. Selbst, wenn man nichts kauft, lohnt es sich auf alle Fälle, einmal über den Platz zu schlendern und die Eindrücke auf sich wirken zu lassen.

Artikelbild: Vlada Z / Bigstock.com

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