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Der erste Schreibtisch für das Kind

Die Einschulung steht an und das Kind bekommt den ersten, richtigen Schreibtisch. Viele Eltern stehen vor der Frage, welcher angebracht ist – höhenverstellbar und mit schräg stehender Platte? Sollte der Stuhl Rollen haben oder lieber nicht? Es gibt einige Varianten des ersten Arbeitsplatzes für das Kind – generell sollten sich Eltern aber an dem orientieren, mit dem die Kinder auch in der Schule arbeiten.

Muss der Tisch eine schräge Platte haben?

Teilweise sind Schulen mit Tischen ausgestattet, deren Platten schräg zu stellen sind – die Regel ist dies aber nicht. Trotzdem können sie konzentriert in der Schule arbeiten, daher spricht nichts gegen einen geraden Schreibtisch für zu Hause. Orthopäden empfehlen zwar eine Neigung von etwa 18 Grad, damit die Kinder mit geradem Rücken lesen und schreiben können, aber der gerade Rücken ist auch durch eine richtige Sitzhaltung möglich. Daher ist darauf zu achten, dass die Kinder ergonomisch richtig sitzen. Besonders in den jungen Jahren, in denen der Körper noch im Wachstum ist, ist dies wichtig, damit sie keine Fehlhaltung entwickeln. Deswegen sollte der Tisch vor allen Dingen „mitwachsen“ können, also höhenverstellbar sein. So kann das Kind diesen die ersten Schuljahre behalten, bis es vielleicht in einer höheren Klassenstufe mit mehr Lernmaterial einen größeren braucht.

Wie groß sollte die Tischplatte sein?

Kinder in der Grundschule benötigen auf dem Schreibtisch meist nicht viel Platz. Sie haben ein Heft, eventuell ein Buch und ihre Federmappe auf diesem liegen und machen ihre Hausaufgaben. Darum reicht ein Schreibtisch mit relativ kleiner Platte aus. Dieser animiert außerdem zum regelmäßigen Aufräumen, damit das Kind weiterhin gut daran arbeiten kann. Dies bedeutet aber meist, dass für die höheren Schulklassen ein neuer Schreibtisch notwendig ist. Immerhin beginnt dann oft die Recherche im Internet, während der Schüler gleichzeitig noch Nachschlagewerke und ein Heft, um die Informationen zu notieren, offen vor sich liegen hat. Daher ist es nur selten der Fall, dass der Schreibtisch aus der Grundschule bis zum Ende der Schulzeit genutzt wird – trotzdem sollte dieser aber gewissenhaft ausgesucht werden, damit das Kind Freude am Lernen entwickeln kann.

Welche Höhe für welches Kind?

Jemand, der sich strecken muss, um vernünftig am Schreibtisch zu arbeiten, verkrampft schnell. Das passiert Kindern wie auch Erwachsenen. Es ist daher wichtig, den Schreibtisch optimal an die Größe des Kindes anzupassen, wie schon beschrieben. Es gibt für die verschiedenen Körpergrößen Angaben, an denen sich die Eltern orientieren können. Ob das eigene Kind dann lieber noch etwas höher oder niedriger sitzt, muss aber individuell ausprobiert werden.

Tischhöhe in cm Sitzhöhe in cm Körpergröße in cm
46 26 105
52 30 120
58 34 134

Quelle: http://www.elternwissen.com

Zappeln beim Lernen

Im Normalfall wird Kindern immer gesagt, sie sollen still sitzen, damit sie sich besser konzentrieren und besser lernen können. Das Gegenteil ist aber meist der Fall: Schüler, die sich bewegen, arbeiten entspannter. Durch die veränderte Sitzposition wird immer ein anderer Teil des Körpers mehr belastet, sodass keine Verspannungen auftreten. Um dies zu erreichen, ist aber ein guter Schreibtischstuhl notwendig. Es ist beispielsweise wichtig, dass die Sitzfläche genau so groß ist, dass Kinder diese voll ausnutzen können, beschreibt buerostuhl24.com. Dadurch nehmen sie automatisch die richtige, aufrechte Haltung ein. Durch ein aktives Vor- und Zurückbeugen während des Lernens verändern Kinder meist ihre Sitzposition. Ein guter Schreibtischstuhl unterstützt sie dabei.

Wo ist der beste Ort zum Lernen?

Nur, weil ein Schreibtisch in ihrem Zimmer steht, bedeutet das aber nicht, dass die Kinder gern daran sitzen und arbeiten. Dies ist im Vorfeld zu klären. Es gibt einige Kinder, die lieber in Gesellschaft ihre Hausaufgaben machen und sich deswegen an den Küchentisch setzen. Trotzdem arbeiten sie aber gewissenhaft und lassen sich nicht leicht ablenken. Diese Kinder brauchen oft in den ersten paar Schuljahren noch keinen eigenen Schreibtisch. Andere wiederum können sich im Trubel gar nicht konzentrieren und ziehen sich lieber in die Ruhe ihres Zimmers zurück. Eltern sollten vor dem Kauf eines Schreibtisches herausfinden, zu welchem Lerntyp ihr Kind gehört. Einige Kinder brauchen aber auch beides: Die Hausaufgaben für den Deutschunterricht können sie beispielsweise gut in der Küche machen, für Mathematikaufgaben benötigen sie aber mehr Ruhe, da Rechnen nicht zu ihren Stärken zählt.
Der Schulanfang bedeutet für Kinder einen neuen Lebensabschnitt, auf den sie sich in den meisten Fällen freuen. Es ist wichtig, dass die richtige Lernumgebung zu Hause geschaffen wird, damit diese Freude anhält. Ein Schreibtisch kann viel dazu beitragen, dass das Kind nicht die Lust am Lernen verliert, sondern sich jeden Tag freiwillig an seine Hausaufgaben setzt. Sofern der Arbeitsplatz auf die Bedürfnisse des Kindes angepasst ist und diese gut und entspannt daran arbeiten können, ohne Verspannungen oder Rückenschmerzen zu befürchten.

Artikelbild: © Tatyana Vyc / Shutterstock

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