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Weiterbildung während der Kurzarbeit

Nicht erst seit der Corona-Krise ist das Kurzarbeitergeld ein wichtiges politisches Instrument, um Entlassungen in Firmen zu verhindern. Beschäftigte müssen die Zeit zu Hause aber nicht stumpf absitzen, sondern können sich durch eine Weiterbildung zusätzliche Fähigkeiten aneignen. Der Gesetzgeber sieht ausdrücklich vor, dass Beschäftigte in Kurzarbeit sich weiterbilden können und bietet entsprechende Förderungen für die Qualifizierungen an.

Kurzarbeit für Weiterbildung nutzen

In Kurzarbeit sind die Arbeitszeiten von Beschäftigen um ein Viertel oder die Hälfte kürzer, sodass mehr freie Zeit verbleibt. Neben einer Erweiterung des Allgemeinwissens kann sich besonders eine Weiterbildung im beruflichen Bereich lohnen, denn davon können Unternehmen und Mitarbeiter gleichermaßen profitieren.

Kostenlose Weiterbildungsprogramme

Da es durch die Kurzarbeit bereits zu Einschränkungen beim Gehalt kommt, ist für teure Weiterbildungsmaßnahmen häufig kein Geld vorhanden. Das ist aber nur selten nötig, denn viele Weiterbildungen können kostenlos belegt werden. Besonders in den Bereichen Sprachen, Büro oder IT gibt es zahlreiche Programme, die gratis sind. Einziger Wermutstropfen sind fehlende Zertifikate, die bei kostenlosen Weiterbildungen meist nicht vergeben werden.

Online-Kurse einfach von zu Hause belegen

In den meisten Fällen nicht gefördert, bieten sich Online-Kurse dennoch für eine Weiterbildung von Beschäftigten an. Dafür werden lediglich ein Internetzugang und ein Laptop oder Smartphone vorausgesetzt, um an den Webinaren teilzunehmen. Die Themen der Kurse reichen von Programmiersprachen oder Marketing bis hin zu Mediation und bieten mit Experten als Dozenten die Möglichkeit, neue Skills für den Beruf zu erlernen.

Zertifikat als Beweis für erfolgreiche Weiterbildung

Damit Beschäftigte die Weiterbildung für einen Sprung auf der Karriereleiter nutzen können, sind Zertifikate hilfreich. Dadurch kann belegt werden, dass zusätzliche Fähigkeiten mit einem entsprechenden Kurs erworben wurden. Anbieter für Zertifikate gibt es viele, besonders im Bereich von Tätigkeiten im Büro.

So stellt unter anderem Microsoft zahlreiche Abschlüsse für Office-365-Kurse zur Verfügung oder im Bereich IT können Zertifikate für den Umgang mit Linux-Betriebssystemen ausgestellt werden. Achten Sie immer darauf, welche Themen für Ihren Beruf wichtig sind und bei zukünftigen Gehaltsverhandlungen weiterhelfen können.

Längere Erstattung von Sozialversicherungsbeiträgen

Als weiterer Vorteil der Mitarbeiterweiterbildung während der Kurzarbeit werden staatliche Hilfen weitergezahlt. Die aktuelle Gesetzeslage sieht eigentlich vor, dass nur bis zum 31. Dezember 2021 die Hälfte der Sozialversicherungsbeiträge erstattet wird. Bei einer parallelen Weiterbildung können Betriebe die Beiträge aber sogar bis zum 31. Juli 2023 zurückerhalten.

Dadurch erhalten Unternehmen nicht nur besser qualifizierte Mitarbeiter, sondern können auch noch Kosten senken. Zu beachten sind allerdings die entsprechenden Vorgaben für die Qualifizierungsmaßnahmen, um für die Verlängerung berechtigt zu sein.

Staatliche Fördermittel prüfen

Für eine Weiterbildung der Mitarbeiter können von den Beschäftigten selbst oder vom Arbeitgeber unter Umständen zusätzliche Fördermittel für die Kosten von Präsenzveranstaltungen oder Online-Kursen beantragt werden. Überprüfen Sie dazu die verfügbaren Förderprogramme der Arbeitsagentur oder lassen Sie sich von der Industrie- und Handelskammer (IHK) beraten, um mehr über mögliche Zuschüsse zu erfahren.

Zusammenfassung

Sowohl Unternehmen als auch Beschäftigte sollten in Kurzarbeit Wert auf eine Weiterbildung legen. Die Beschäftigten können sich neue Fähigkeiten aneignen und mehr Produktivität im Betrieb zeigen. Im Lebenslauf machen sich Zertifikate für Weiterbildungen ebenfalls sehr gut und machen höhere Gehälter in der Zukunft möglich.

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