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Mein erstes Auto: Tipps zum Kauf und zur Versicherung eines Autos

Der Kauf des ersten Autos ist für jeden Fahranfänger ein ganz besonderer Moment im Leben, an dem man sich viele Jahre später erinnert wird. Deshalb ist es wichtig, von Anfang an alles richtig zu machen. Dieser Ratgeber soll Fahranfängern helfen, die richtigen Entscheidungen beim Kauf ihres ersten Pkws zu machen.

Was für ein Auto benötige ich?

Einen Porsche oder Ferrari würde wohl kein Mensch abschlagen, doch kaum ein Fahranfänger wird sich einen solchen Traumwagen als Erstwagen leisten können. Deshalb müssen sich Fahranfänger mit der Frage beschäftigen, was für ein Auto sie benötigen. Soll es ein Fünftürer sein? Reicht ein Kleinwagen mit Automatik?

Zunächst muss man sich Gedanken darüber machen, wie viele Menschen im Auto fahren werden. Fahranfänger werden womöglich nicht immer alleine unterwegs sein, sie fahren vielleicht den Partner zur Arbeit oder Universität, erledigen regelmäßig Einkäufe und transportieren große Dinge. Wichtig ist, dass der Komfort dabei nicht auf der Strecke bleibt – ein überfülltes Auto ist für Neulinge schwer zu fahren. Wer in absehbarer Zeit seinen Kinderwunsch erfüllen möchte, sollte dies beim Autokauf beachten und über den Kauf eines Combi oder Vans nachdenken.

Neben der Größe des Autos kommen natürlich auch Feinheiten wie Zusatzausstattung und Motorleistung dazu: Wer täglich in der Stadt unterwegs ist, wird sich eher für einen sparsamen Motor entscheiden, dennoch sollte es nicht an Leistung fehlen, falls man mit dem Pkw voll beladen in den Urlaub fährt.

Mit einer Checkliste können Fahranfänger die schwierigsten Fragen rund um den perfekten Erstwagen klären:

  1. Wie viel Geld habe ich für den Kauf, die Kfz-Steuern und Versicherung?
  2. Muss ich zur Finanzierung einen Kredit aufnehmen?
  3. Wenn ja, wie finanziere ich den Kredit und kann ich eine Anzahlung anbieten?
  4. Auf welche Ausstattung kann ich nicht verzichten?
    • Klima
    • Radio
    • Einparkhilfe
    • etc.
  5. Was wird die Unterhaltung kosten?
    • Spritkosten
    • eventuelle Reparaturen
  6. Welche Versicherung kommt infrage?
    • Haftpflicht
    • Teilkasko
    • Vollkasko

Die Qual der Wahl: Gebrauchtwagen oder Neuwagen?

Gebrauchtwagen oder Neuwagen? Diese Frage wird den meisten Fahranfängern die größten Schwierigkeiten bereiten. Beide haben ihre Vor- und Nachteile. Im Bezug auf den Preis sind Gebrauchtwagen natürlich die bessere Variante. Sie sind bereits für wenige Tausend Euro erhältlich – mehr können sich Fahranfänger häufig nicht ohne eine Finanzierung leisten. Ebenfalls interessant sind Jahreswagen, deren Erstzulassung maximal 12 Monate zurückliegt. Hersteller bieten häufig eine große Auswahl an Jahreswagen an, die Mitarbeiter als Geschäftswagen nutzen und sich in sehr gutem, fast neuen Zustand befinden. Die Vor- und Nachteile von Gebrauchtwagen:

Vorteile:

  • zu günstigen Preisen erhältlich
  • Jahreswagen sind neuwertig und relativ günstig
  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Nachteile:

  • keine Herstellergarantie (Jahreswagen ausgenommen)
  • Reparaturen sind häufiger nötig
  • Weiterverkauf ist kaum noch rentabel

Beim Kauf eines Neuwagen gibt es ganz andere Vorteile, denn das Fahrzeug befindet sich in einem einwandfreien Zustand. Da es keine Verschleißerscheinungen gibt, fällt die Angst vor Reparaturen zunächst weg. Selbst wenn es Probleme geben sollte, greift zunächst die Garantie. Dem Käufer wird so einige Jahre eine finanzielle Sicherheit gewährleistet. Nach einigen Jahren kann er das Fahrzeug zu einem guten Preis weiterverkaufen. Die Vor- und Nachteile eines Neuwagens:

Vorteile:

  • technisch einwandfreier Zustand
  • finanzielle Sicherheit dank Herstellergarantie
  • problemloser, rentabler Weiterverkauf

Nachteile:

  • vergleichsweise hohe Anschaffungskosten
  • kaum rentabler als Jahreswagen

Wie die Vor- und Nachteile zeigen, haben beide Optionen ihre positiven und negativen Aspekte. Wofür sich Auto-Neulinge entscheiden, hängt nicht zuletzt von den eigenen Bedürfnissen und ihrem Budget ab.

Zweitwagen-Versicherung für Anfänger

Der Pkw ist für viele Menschen das Nummer–1-Transportmittel. Aus diversen Gründen können oder wollen sie nicht auf den Komfort verzichten, der ein eigenes Auto mit sich bringt. Doch mit dem Komfort kommen auch Pflichten: Jedes Auto muss versichert sein, damit es im Straßenverkehr teilnehmen kann – das gilt auch für den Zweitwagen. Denn genau hier können Verbraucher bei der Versicherungsprämie sparen.

Der typische Zweitwagenbesitzer ist entweder einer der Ehepartner oder das Kind, welches als Fahranfänger gerade erst den Führerschein gemacht hat und nun einen Pkw besitzt. Bekannterweise sind die Versicherungsbeiträge für Fahranhänger hoch. So hoch sogar, dass es sich kaum ein Anfänger leisten kann, das Auto unter seinem Namen zu führen. Die Lösung: Sie melden das Auto auf einen Elternteil an und lassen sich als Zweitfahrer anmelden. Es gibt aber eine Alternative: Bei der Ersteinstufung des Zweitwagens stufen die meisten Gesellschaften diesen in die Schadenfreiheitsklasse SF ½ ein. Dies entspricht einem Beitragssatz zwischen 100 und 140 Prozent. In Einzelfällen ist es auch möglich, dass ein Anbieter die Schadenfreiheitsklasse 2 oder 3 anbietet. Dies ist jedoch nur dann möglich, wenn der Erstwagen dieselbe Klasse erreicht hat. Dementsprechend können Autofahrer dann von günstigen Beiträgen profitieren, wenn sie schon länger bei einer Versicherungsgesellschaft und unfallfrei gefahren sind.

In der Zweitwagenversicherung erfolgt jedes Jahr eine Neueinstufung innerhalb des Schadenfreiheitsklassen-Systems. Wer unfallfrei fährt oder keine Schäden meldet, wird automatisch in die nächsthöhere SF-Klasse eingestuft. Sollte ein Fahranfänger dennoch einen kleinen Unfall haben, etwa eine kleine Schramme beim Einparken, ist es sinnvoll, den Schaden womöglich selbst zu bezahlen, um eine Abstufung zu vermeiden. Bei größeren Unfällen ist dies natürlich nicht ratsam.

Viel Spaß mit dem ersten Auto!

Artikelbild: © Sergey Nivens / Shutterstock

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