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Der Carport mit Gründach – Highlight für die Umwelt

Ein Carport für sich allein bringt schon eine Reihe Vorteile. Wird der Carport zusätzlich begrünt, kann man helfen, die Umwelt ein klein wenig schöner und lebenswerter zu machen. Gerade in Großstädten, die sonst nur von grau beherrscht werden, wird der Carport mit Grünpflanzen immer beliebter.

Damit man jahrelang Freude an seinem Carport mit Gründach hat, sollte man jedoch einige wichtige Punkte beachten. Da der Carport durch die Begrünung deutlich mehr an Eigengewicht hat, muss man darauf achten, dass die Basis besonders stabil und solide gebaut wird.

Hierbei ist es wichtig zu wissen, dass der Carport umso teurer wird, je robuster und hochwertiger seine Basis ist. Auf keinen Fall reicht es aus, wenn man auf einem bestehenden Carport ein paar Samen verteilt oder ein paar Pflanzen aufbringt, denn neben dem höheren Gewicht, muss auch für eine adäquate Dämmung sowie für wurzelfeste Abdichtung gesorgt werden.

Dabei gilt es zu beachten, dass nicht nur die Sämereien, sondern auch das benötigte Substrat entsprechend fixiert werden muss. Sicherlich bedeutet das ein Mehr an Aufwand, aber die Mühe lohnt sich in jedem Fall und die Natur wird es dem Besitzer auch danken.

Warum sollte man den Carport begrünen?

Unabhängig von Vorschriften sollte man beim Bau eines Carports immer eine Begrünung in Betracht ziehen. Zum einen mindert das urbane Grün auf dem Carport eventuelle Hitze-Insel-Effekte und zum anderen hält es das Regenwasser nach starken Regenfällen besser zurück. Man trägt mit einem begrünten Carport zur Luftverbesserung bei und erhöht die Biodiversität. Somit zählt jeder Quadratmeter Grünfläche.

 

Die Vorteile eines Carports mit Begrünung

Vielen Carport-Bauern ist es sicherlich nicht bekannt, dass einige Städte beim Bau eines Carports die Begrünung vorschreiben. Mit dieser Maßgabe kann das lokale Gesamtbild deutlich verbessert und auch attraktiver werden. Der Carport mit Begrünung bringt aber noch viel mehr Vorteile, wenn die Arbeit ordnungsgemäß ausgeführt wurde.

Zum einen halten solche Carports meist wesentlich länger, da sie von Grund auf schon robuster konzipiert wurden und zum anderen kann man so nebenbei etwas für die Umwelt tun. Dank der Dachbegrünung kommt es zu Vorteilen beim Temperaturausgleich, sodass Hitze und Kälte sowie eine starke Sonneneinstrahlung weniger negativ auf das Dach auswirken.

Je nach Begrünung kann das Dach Temperaturen ab 20 Grad besser kompensieren, sodass im Sommer weniger Wärme und im Winter weniger Kälte auf das darunter stehende Fahrzeug abgegeben werden. Dies macht sich wiederum am Klima im Wageninneren bemerkbar.

Nebenbei wird durch die Begrünung die Dachsubstanz besser geschützt. Allerdings muss man, um diese Vorteile zu erzielen, die Pflanzung für die Begrünung gezielt auswählen. Die Pflanzen dürfen keine zu langen Wurzeln bekommen, denn dies fügt dem Dach über kurz oder lang Schaden zu. Optimal zur Begrünung eignen sich

  • bestimmte Blütenpflanzen
  • Kräuter
  • Steppengewächse

Die Arten der Pflanzen sind leicht zu pflegen, wirken attraktiv, haben kein zu hohes Eigengewicht und locken Bienen und Co. an.

Wie sollte das Dach zur Begrünung beschaffen sein?

Zur Begrünung des Carports eignet sich ein Kiesdach. Dies ist ohnehin recht schwer, sodass schon im Vorfeld ein gewisses Augenmerk auf die Statik gelegt werden muss. Das Dach sollte möglichst eine Neigung von 30 Grad haben. Der Handel bietet eine Reihe von verschiedenen Möglichkeiten an, die sich optimal zur Begrünung eignen. Generell eignen sich alle Dächer zur Begrünung, sofern sie nicht über eine Wärmedämmung und beheizte Areale verfügen.

Wie sollte der Carport mit Begrünung gepflegt werden?

Hat man sich für die richtigen Pflanzen entscheiden, muss man der Pflege nicht weiter Beachtung schenken. Die Gräser, Kräuter und Steppengewächse müssen nicht extra gegossen werden, denn die herabfallenden Regenmengen reichen in der Regel vollkommen aus. Die Pflanzen benötigen keinen separaten Dünger, denn sie sind sehr genügsam und wachsen allein aufgrund der Sonnenbestrahlung.

Wie wird der Carport begrünt?

Als Erstes sollte man prüfen, ob die Statik ausreichend für eine Begrünung ist. Hier sollte man am besten mit einem Statiker sprechen. Dieser wird prüfen, ob die Windlast vor Ort sowie eine eventuelle Schneelast sich mit der Konstruktion verträgt. Ist dies der Fall, steht der Begrünung nichts mehr im Wege.

Im nächsten Schritt sollte man prüfen, ob das Dach dicht ist. Hier kann man einen Dachdecker zurate ziehen, der dann eventuell eine Wurzelschutzfolie oder ein Wurzelvlies ausbringt.

Sind alle diese Schritte erfolgreich abgeschlossen, kann man das Substrat auf das Dach aufbringen. Beim Kauf sollte man darauf achten, dass man möglichst mageres Substrat erwirbt, welches speziell für die Carport-Begrünung angeboten wird. In der Regel besteht solches Substrat aus

  • Erde
  • Bims
  • Lavagestein

Das Substrat wird gleichmäßig in einer Stärke von 6 bis 8 cm auf dem Dach ausgebracht – pro Quadratmeter sollte man mit 75 Liter Substrat rechnen.

Anschließend geht es an das Bepflanzen. Die optimale Zeit dafür ist zwischen Mai und Oktober. Sehr gut geeignet sich Pflanzen mit einem Ballen. Entscheidet man sich für Sämereien, dann sollte man diese mit Sand vermischen. Am Ende muss das Ganze einmal ausreichend bewässert werden und dann heißt es abwarten und genießen.

Zusammenfassung

Vielerorts wird eine Begrünung beim Carportbau vorgeschrieben. Die Konstruktion muss entsprechend robust und stabil sein. Beim Bepflanzen sollte man spezielle Pflanzen zur Dachbegrünung auswählen.

Artikelbild: Rony Zmiri / Bigstock.com

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