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Überblick über Stromverbrauch: Was verbraucht wieviel?

Aufgrund weiter steigender Strompreise versuchen viele Haushalte, den eigenen Energieverbrauch zu senken und Geld zu sparen. Bei zahlreichen Geräten in Küche, Wohnzimmer oder Heizungskeller wissen Verbraucher aber oft nicht, welche Stromfresser für die meisten Kosten verantwortlich ist.

Wir zeigen Ihnen auf, welchen Einfluss verschiedene Geräte auf die Stromrechnung haben und wie Sie deren Verbrauch verringern können.

Die größten Stromverbraucher im Haushalt

Veraltete Heizungspumpe

Den höchsten Anteil an unnötigen Stromkosten nehmen veraltete Heizungspumpen ein, die viele tausend Stunden im Jahr laufen und vor allem im Winter im Dauerbetrieb sind. Dadurch können für Verbraucher bei alten Heizungen im Vergleich zu einer effizienten Hocheffizienzpumpe höhere Ausgaben von mehr als hundert Euro im Jahr anfallen.

Umrüstungen in Privathaushalten werden dabei im neuen Klimapaket gefördert, so dass Sie die Anschaffungskosten nicht vollständig alleine stemmen müssen, wodurch eine neue Heizung sich schon nach wenigen Jahren Betrieb rentieren kann.

Haushaltsgeräte für Kochen und Wäsche

Während die einzelnen Geräte im Haushalt nicht die schlimmsten Energiesünder sind, machen Herd, Waschmaschine, Kühlschrank und Spülmaschinen zusammen einen großen Teil der Stromkosten aus. Vor allem ältere Produkte mit schlechter Energieeffizienz verbrauchen deutlich mehr Strom als neue Modelle auf dem Markt.

Ein alter 145-Liter-Kühlschrank der Energieeffizienzklasse A+ braucht zum Beispiel 119 kWh, während die bessere Energieeffizienzklasse A+++ mit 62 kWh nur noch die Hälfte an Strom benötigt. Möglichkeiten zum Stromsparen gibt es jedoch einige, so dass Sie recht einfach die Energiekosten senken können. Verwenden Sie zum Beispiel die zahlreichen eingebauten Energiesparprogramme, die etwa bei der Spülmaschine den Stromverbrauch beschränken, Ihr Geschirr aber dennoch zuverlässig säubern.

Oder Sie nutzen die günstigeren Preise von Nachtstromtarifen und lassen die Waschmaschine über Nacht laufen. Bei alten Modellen kann sich zudem der Umstieg auf ein neues Gerät lohnen, die meistens deutlich effizienter sind und die Stromrechnung senken.

Kommunikations- und Unterhaltungselektronik

Auch im Bereich Unterhaltungselektronik ist vor allem die Anzahl der Geräte für einen recht hohen Energieverbrauch verantwortlich. Am Morgen läuft das Radio, während Sie auf dem Tablet die digitale Ausgabe der Tageszeitung lesen. Und nach der Arbeit werden noch E-Mails auf dem Laptop beantwortet, Netflix am großen Fernseher geschaut oder an der neuen Playstation gespielt.

Zusammen machen die Geräte geschätzt knapp 17% des Stromverbrauchs bei privaten Haushalten aus und bieten so ein erhebliches Einsparpotential. Um niedrigere Energiekosten zu erzielen, sollten Sie dabei vor allem auf den Standby-Modus verzichten, der deutlich mehr Strom verbraucht als ein komplettes Abschalten verbraucht.

Bei älteren TVs mit hohem Energieverbrauch kann zudem ein neueres Modell die Stromrechnung senken, allerdings lohnt sich alleine deshalb selten der Kauf eines neuen Fernsehers.

Beleuchtung

Der Anteil von Lampen und Glühbirnen am Stromverbrauch sollte ebenfalls nicht unterschätzt werden, gerade im Winter oder wenn Sie von zuhause arbeiten. Ein Ausschalten der Beleuchtung ist meistens keine Lösung, weshalb besonders ein Umstieg auf energieeffizientere Lichter es möglich macht, die Energiekosten zu senken.

Eine Umrüstung auf Stromsparmodelle wie LED-Lampen, die mit 6-9 Watt 90% weniger Leistung aufnehmen können, kann sich recht schnell lohnen und bis zu 9€ pro Jahr im Vergleich mit Halogenlampen einsparen.

Den Stromverbrauch im Auge behalten

Auch bei Elektrogeräten im Haushalt mit energiesparender Technik, sollten Sie im Auge behalten, wie sich Ihre Stromrechnung entwickelt und wo unnötige Kosten versteckt sind. Dafür können Sie den Energieverbrauch regelmäßig kontrollieren, damit plötzliche Schwankungen in Sachen Stromkosten nicht unbemerkt bleiben.

Während Sie früher immer den Zähler beachten mussten, stehen dafür heute sogar Apps bereit, die das Ganze vereinfachen. So können Sie mit der App des Stromanbieters Yello den Zählerstand einmal im Monat scannen und die Daten speichern, wodurch der Energiecheck am Smartphone besonders einfach ist.

Damit haben Sie einen schnellen Überblick zu Ihrer Stromrechnung und können ausprobieren, welche Stromsparmaßnahmen einen wirklichen Unterschied ausmachen.

Viele Möglichkeiten zur Senkung des Stromverbrauchs

Möchten Verbraucher den Energieverbrauch im eigenen Haushalt verringern, bieten sich zahlreiche Möglichkeiten. Allerdings müssen Sie dafür in vielen Bereichen ansetzen, denn als Stromfresser können sich mehrere Geräte herausstellen.

Sinnvoll ist unter anderem der Austausch von alten Produkten durch neue energieeffizientere Modelle aus oder die Nutzung von integrierten Energiesparprogrammen, um den Zählerstand zu senken und weniger Stromkosten zu bezahlen.

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