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Reha mit Kind

Die Anforderungen im Berufsleben steigen ständig. Vor allem Alleinerziehende stehen oft unter Dauerstrom, weil sie nicht nur im Job ständig Bestleistungen bringen müssen, sondern nach Feierabend in der Familie erst recht gefordert werden. Für sie endet der Arbeitstag nicht schon nach acht Stunden, sondern erst nach 18 Stunden. Die logische Folge: Immer mehr Betroffene leiden unter psychosomatischen Erkrankungen, erkennen ihr Problem oft nicht einmal und schleppen sich jahrelang mit der Problematik herum, bis die Symptome so schwerwiegend sind, dass sie nicht mehr zu übersehen sind. Was viele Betroffene abschreckt: Die Therapie für eine psychosomatische Erkrankung wie eine Depression ist oft sehr langwierig. Die Betroffenen wissen nicht, wohin mit dem Kind, während sie auf Reha sind, um sich auszukurieren.

Reha im gewohnten Umfeld Nach dem Vorbild der bekannten Mutter Kind Kur, bei welcher Mütter mit ihren Kindern losgelöst von den Sorgen und Nöten des Alltags Erholung tanken können, bieten deshalb viele Reha-Einrichtungen die Rehabilitation mit Kind an. Während die Mutter oder der Vater in seinen medizinischen Anwendungen ist, sorgt qualifiziertes Personal für die geeignete Kinderbetreuung. Die Patienten können sich voll und ganz auf ihre Heilung konzentrieren, während sie nicht komplett auf ihr gewohntes Umfeld verzichten müssen. Denn genau das ist das Problem von Einrichtungen, welche die Kur mit Kind nicht anbieten: Die Betroffenen machen sich hier oft Sorgen, ob die Familie auch gut versorgt ist, was wiederum die Chance auf die volle Rehabilitation mindert. Geeignet ist die Reha mit Kindern in erster Linie für Patienten, die unter psychosomatischen Beschwerden leiden oder aus orthopädischen Gründen zur Reha müssen. Weniger geeignet ist die Kur mit Kind für Betroffene, die an einer neurologischen Erkrankung leiden, etwa nach einem Schlaganfall.

Wie wird der Antrag gestellt? Die erste Anlaufstelle für Patienten, die eine Reha benötigen, ist der Hausarzt, der die Patienten gegebenenfalls an den geeigneten Facharzt weiterleitet. Der Arzt ist auch der Ansprechpartner, wenn es darum geht, bei welchem Kostenträger der Antrag eingereicht werden soll. Das ist nämlich von Fall zu Fall unterschiedlich und kann sowohl die Krankenkasse als auch der Träger der Rentenversicherung sein. Der Arzt erstellt anschleißend nach der ermittelten Diagnose und eventueller weiterer Befunde einen ausführlichen Befundbericht, der zusammen mit dem Antrag auf die Reha abgeschickt wird. Je ausführlicher diese Berichte ausfallen, umso besser. Im Idealfall kann der Arzt auch einige Therapievorschläge unterbreiten. Schließlich sind die Chancen auf die Genehmigung einer Reha umso höher, wenn absehbar ist, dass die Patienten nach dem Abschluss der Maßnahme wieder ins normale Leben eingegliedert werden können.

Artikelbild: © CandyBox Images / Shutterstock

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