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Die Strandhäuser der Milliardäre – wieso leisten sich die Superreichen eine Luxusvilla?

Bei Milliardären führt der Urlaub häufig an den Strand, denn die Lage am Meer bietet eine riesige Auswahl von Aktivitäten. Dafür nutzen die Superreichen keine Luxushotels, sondern kaufen eine Luxusvilla, um ihre Privatsphäre zu wahren. Welche Reiseziele besonders beliebt sind und wieso sich die Milliardäre ein eigenes Strandhaus leisten, stellt der folgende Artikel vor.

Wieso bevorzugen die Milliardäre ein Haus am Strand?

Der Strand ist nicht nur bei Normalbürgern beliebt, sondern auch die Superreichen wohnen gerne direkt am Meer. Grund dafür sind neben dem Schwimmen oder Sonnenbaden zahlreiche weitere Aktivitäten wie Jetski-Fahren, Segeln oder Fischen, mit denen das Leben am Strand nicht langweilig wird. Vielfach bleibt das Klima im Winter warm, sodass keine extremen Minustemperaturen zu befürchten sind.

Wer genügend Geld zur Verfügung hat, kann sich einen Privatstrand leisten, der für die Öffentlichkeit nicht zugänglich ist. Für Reiche, die nicht in Rampenlicht stehen möchten, bieten sich abgeschiedene Immobilien an, bei denen die Privatsphäre geschützt bleibt. Die Häuser mit eigenem Privatstrand werden jedoch selten auf dem Markt angeboten und werden für hohe Preise verkauft.

Welche Urlaubsziele sind für Luxusvillen besonders beliebt?

Beliebt sind in den USA bei Milliardären vor allem die Hamptons im Bundesstaat New York, die ein angenehmes Klima bieten. Im Sommer kann man den Atlantischen Ozean bei Höchsttemperaturen von 27 Grad entspannt genießen und im Winter fallen die Werte selten in den Minusbereich. Wer auf hohe Privatsphäre Wert legt, setzt in den Hamptons auf meterhohe Hecken, die das Strandhaus vor neugierigen Blicken schützen.

Rang Milliardär[6] Vermögen in
Milliarden US-Dollar
Nationalität Alter Wirtschaftszweig
1.   Jeff Bezos 177    Vereinigte Staaten 57 Internethandel (Amazon.com)
2.   Elon Musk 151    Vereinigte Staaten
 Kanada
 Südafrika
49 Diversifiziert (Tesla, Inc., SpaceX)
3.   Bernard Arnault 150    Frankreich 72 Luxusgüter (LVMH)
4.   Bill Gates 124    Vereinigte Staaten 65 Software (Microsoft)
5.   Mark Zuckerberg 97    Vereinigte Staaten 36 Soziale Medien (Facebook)
6.   Warren Buffett 96    Vereinigte Staaten 90 Investment (Berkshire Hathaway)
7.   Larry Ellison 93    Vereinigte Staaten 76 Software (Oracle)
8.   Larry Page 91,5    Vereinigte Staaten 48 Technologie (Alphabet Inc.)
9.   Sergey Brin 89    Vereinigte Staaten 47 Technologie (Alphabet Inc.)
10.   Mukesh Ambani 84,5    Indien 63 Öl und Gas (Reliance Industries)

Zudem ist die Millionenstadt New York City nicht weit entfernt und lässt keine Langeweile aufkommen. Für Milliardäre, die wärmere Temperaturen suchen, finden sich im Osten und Westen der USA passende Strandhäuser. An der Ostküste bietet South Beach Miami heiße Temperaturen und ein pulsierendes Nachtleben. An der Westküste ist besonders Kalifornien als Wohnort beliebt und lässt um die Metropole Los Angeles herum keine Annehmlichkeiten vermissen.

Außerhalb der USA gehört in Europa die Insel St. Barths zu den beliebtesten Reisezielen für die Superreichen. Dort müssen selbst die Milliardäre aber vielfach auf das eigene Strandhaus verzichten, denn mit 21 Quadratkilometern ist das Angebot von Immobilien in dem französischen Überseegebiet begrenzt.

Wie viel kosten die Strandhäuser der Milliardäre?

Kaufpreise der Mega-Villen

Durch das hohe Vermögen der Milliardäre und das begrenzte Angebot an Orten wie den Hamptons dreht sich die Preisspirale bei den Strandhäusern weiter. Die Corona-Krise hat das Vermögen der Superreichen weiter gesteigert, wie die Unternehmensberatung PwC und das Finanzinstitut UBS veröffentlichten.

Durch die höhere Anzahl von Milliardären ergibt sich ein reger Konkurrenzkampf um die beliebten Strandhäuser in den Hamptons oder rund um Los Angeles. Denn während das Vermögen der Superreichen weiter wächst, sind die Grundstücke und vorhandenen Häuser an den Top-Spots begrenzt.

Viele Häuser bleiben über Jahrzehnte im Besitz der Eigentümer und werden nicht gewinnbringend weiterverkauft. Deshalb zögern Milliardäre selten lange, wenn eine Villa am Wunschort verkauft wird, und nehmen höhere Preise ohne Murren hin. Bis zu 150 Millionen US-Dollar wurden in der Vergangenheit für manche der Immobilien am Strand bezahlt.

Personal und Sonderausstattungen lassen die Kosten steigen

Zu bedenken ist neben dem Verkaufspreis für die Villen der Unterhalt, der für Haus und Grundstück benötigt wird. So sind die Strandhäuser häufig nicht der Lebensmittelpunkt der Milliardäre, weshalb Gärtner, Reinigungskräfte, Security und weiteres Personal benötigt werden.

Obwohl die einzelnen Gehälter für die Mitarbeiter kaum ein Problem für die Milliardäre sind, können bei größeren Immobilien jährliche Kosten in Millionenhöhe entstehen. Zudem kommen bei vielen Strandhäusern Sonderausstattungen hinzu, an die sich die Superreichen gewöhnt haben.

Tennisplätze oder ein Helikopterlandeplatz dürfen vielfach nicht fehlen, damit genug Komfort gegeben ist. Für diese Umbauten werden ebenfalls Millionenausgaben fällig, was die Gesamtkosten weiter steigen lässt.

Woher kommt das Vermögen der Milliardäre für die Luxusvilla?

Während viele Millionäre aus der Entertainment-Branche kommen und als Schauspieler oder Sänger der Öffentlichkeit ein Begriff sind, wird man dadurch in der Regel nicht zum Milliardär. Ausnahmen wie Schauspieler/Produzent Tyler Perry oder Sänger/Songschreiber Paul McCartney befinden sich zudem am unteren Ende der Vermögensspanne.

Stattdessen gelangten einige Superreiche als Erben zu ihrem Milliardenvermögen, wozu bei den reichsten Familien Deutschlands unter anderem die Namen Quandt (BMW) oder Albrecht (Aldi) gehören. In den USA ist die Walton-Familie, der die Einzelhandelskette Walmart gehört, gleich mit mehreren Personen in der Forbes-Liste der reichsten Menschen der Welt vertreten.

Im letzten Jahrzehnt haben viele bekannte Milliardäre ihr Geld mit Software oder E-Commerce verdient. Jeff Bezos gründete Amazon, Elon Musk war vor Tesla an Paypal beteiligt und Bill Gates war mit Microsoft einer der ersten New-Economy-Milliardäre. Auch in Zukunft werden mit Virtueller Realität (VR) oder Künstlicher Intelligenz (KI) wohl neue Superreiche hinzukommen. Dabei wächst die Zahl der Milliardäre nicht nur in Europa oder den USA, sondern auch in Asien, Afrika und Südamerika.

Zusammenfassung

Strandhäuser in Kalifornien oder in den Hamptons bieten für Milliardäre eine fast unendliche Auswahl von Aktivitäten in der Natur und nahegelegene Metropolen sind in kurzer Zeit erreichbar. Durch die hohen Vermögen der Tech-Milliardäre sind die Preise für die Immobilien kaum der Rede wert und leicht bezahlbar. Das begrenzte Angebot der Luxusvillen am Strand wird die Preise in Zukunft voraussichtlich weiter steigen lassen.

Quellen und weiterführende Links

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