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Brauch ich einen Dampfreiniger?

Putzen ohne Schweiß und Mühe – das wünscht sich jede Hausfrau und jeder Hausmann. Der erfahrene Hausmensch weiß allerdings: ohne Fleiß kein Preis. Ein Dampfreiniger kann unter Umständen viele Arbeiten erleichtern, doch er lohnt sich nicht immer. Oftmals ist die Kombination aus herkömmlichen Techniken mit Lappen einfacher. Bereits bei der Anschaffung eines Dampfreinigers sollte beachtet werden, zu welchen Zwecken er genutzt werden soll. Verfügt man über Parkett oder Laminat, benötigt man einen speziellen Dampfreiniger, da der Boden ansonsten beschädigt und unbrauchbar werden kann. Zudem wird zwischen verschiedenen Geräten und Modellen unterschieden. All diese Dinge müssen bei der Anschaffung eines Dampfreinigers beachtet werden.

Mit Dampfreiniger umweltfreundlich säubern

Kein lästiges Schrubben und keine scharfen Reinigungsmittel: Putzen kann wirklich einfach sein. Mit einem Dampfreiniger kann man dem Schmutz ordentlich Druck machen. Die Funktion des Gerätes kann man mit einem Schnellkochtopf vergleichen. In einem verschlossenen Kessel wird das Wasser so lange erhitzt, bis es kocht. Im Inneren des Dampfreinigers steigt der Druck, der auf Knopfdruck durch die Reinigungsdüse Dampf ablässt. Dieser dringt zwischen die zu behandelnde Oberfläche und Schmutzfilm und löst diesen ab. Praktischerweise hinterlässt das kondensierte Wasser keine Streifen, da der Kalk beim Verdampfen im Kessel zurückbleibt. Der heiße Wasserdampf wird mit bis zu 150 Grad durch die Düsen gepresst und löst so selbst hartnäckigen Schmutz. Ein Dampfreiniger ist in der Anschaffung nicht unbedingt günstig, dafür macht er alle Reinigungsmittel überflüssig. Dies ist besonders für Allergiker wichtig, die oftmals Probleme mit diversen Reinigungsmitteln haben. Ob der Dampfreiniger durch seine hohe Dampftemperatur zusätzlich auch Bakterien und Keime abtöten kann, ist bisher umstritten. Die englische Universität Cambridge konnte in einer Studie belegen, dass die Dampfreinigung die Anzahl von Milben im Teppichboden deutlich reduziert.

Die unterschiedlichen Bauformen

Ähnlich wie auch Staubsauger sind Dampfreiniger in drei unterschiedlichen Bauformen erhältlich.

Beim Bodendampfreiniger befindet sich das Hauptgerät auf dem Boden. Das Gerät ist mit einem Rohr und einem Schlauch verbunden, an dessen Ende sitzt die Düse. Die Flexibilität gehört zu den großen Vorteilen dieses Systems. Denn mithilfe des Schlauchs kann man den Boden reinigen, ohne sich bücken zu müssen, gleichzeitig aber auch alle Flächen in Hüfthöhe reinigen.

Für kleine Arbeiten gibt es Handgeräte, die besonders leicht und praktisch sind. Sie eignen sich nicht nur Flächenreinigung, sondern für kleine Flächen. Ihr Tank ist aufgrund der Größe relativ klein und muss oft nachgefüllt werden.

Stielgeräte verfügen über eine Düse, die an einem starren Stiel angebracht ist. An dessen oberem Ende befindet sich ein Griff, mit dem man das Gerät manövriert. Durch ihre Bauform sind Stielgeräte nur zur Bodenreinigung geeignet, sie verfügen nämlich nicht über einen flexiblen Schlauch. Dafür kann man mit ihnen sehr einfach und schnell große Bodenflächen säubern.

Mit Dampfreiniger Textilien reinigen

Der Dampfreiniger eignet sich nicht nur zur Reinigung und Pflege von Böden, auch Textilien und Leder können mit dem Gerät gesäubert und aufgefrischt werden. Bevor man jedoch die Ledercouch komplett mit dem Dampfreiniger bearbeitet, sollte man diesen an einer verschmutzten Stelle testen. Ist die Stelle abgetrocknet und keine Farb- oder Formveränderungen sind zu erkennen, kann das komplette Möbelstück gereinigt werden. Mit dem Dampfreiniger wird sogar die Fleckenentfernung aus Polstern möglich. Dazu muss man ein Tuch bereithalten und setzt die Punkstrahldüse seitlich neben den Fleck. Der Dampfstrahl pustet den Fleck von dem Polstergewebe ins Tuch. Zur Reinigung von glatten Flächen muss das Dampfgerät zunächst eine Grundreinigung vollziehen. Mit der Zeit bildet sich nämlich eine Schicht aus alten Putzmittelrückständen, die entfernt werden müssen. Wurden die Rückstände entfernt, reicht es in Zukunft nur noch ein Tuch über die Düse zu spannen und damit über den Boden oder andere Flächen zu wischen. Dampfreiniger werden in der Regel mit diversen Aufsätzen geliefert. Diese helfen beim Reinigen von Fliesen, Fenstern oder auch Spiegel. Bei empfindlichen Stellen wie Holzmöbeln und Silikonfugen gilt allerdings vorsicht: Mit dem Dampfreiniger sollte man aus einer Entfernung von 20 cm bedampfen und anschließend gut trocknen lassen.

Dampfreiniger für Laminatböden

Dampfreiniger sind äußerst praktische und umweltfreundliche Geräte, die gerne im ganzen Haus eingesetzt werden wollen. Viele Verbraucher stellen sich allerdings die Frage, ob Dampfreiniger überhaupt für Laminatböden geeignet sind. Wer seinen Dampfreiniger zu Hause bereits genutzt hat, um Fliesen gründlich und umweltschonend zu reinigen, der wird diesen nicht missen wollen. Früher oder später steht allerdings ein Umzug bevor und die neue Wohnung verfügt größtenteils über Laminatfußboden. Nun stellt man sich die Frage, ob man den alten Dampfreiniger überhaupt nutzen kann. Laminat und Parkett sind dafür bekannt, dass sie Feuchtigkeit nicht gerade gut vertragen. Viele Menschen wissen allerdings nicht, dass das größte Problem Feuchtigkeit, die in die Fugen eintritt, ist. Diese quillt nämlich den Boden auf, wodurch er unbrauchbar und im schlimmsten Fall ausgetauscht werden muss. Aus diesem Grund sollte man nachfragen, ob das Laminat verleimt oder mit der Klick-Technik verlegt wurde. Beim Klick-Laminat sollte kein herkömmlicher Dampfreiniger genutzt werden. Speziell für Laminat und Parkett gibt es Modelle, die über eine spezielle Dampfqualität verfügen, die keinen Schaden anrichten.

Parkett reinigen und versiegeln

Das Parkett gehört zu den am meisten genutzten Untergründen. Von Mietern werden sie bevorzugt, da sie kostengünstig gekauft und verlegt, aber auch ausgetauscht werden können. Mieter lieben das Parkett, da er wie auch der Teppichboden sehr pflegeleicht ist. Die Reinigung und Pflege von Parkett ist nicht unbedingt zeitaufwendig, gleichzeitig ist der Boden relativ widerstandsfähig. Bei der Reinigung des Parketts gilt: je schneller, desto besser. Sollte Flüssigkeit mit dem Parkett in Kontakt kommen, sollte diese sofort aufgewischt werden. Wer einen Dampfreiniger besitzt, sollte diesen nur dann mit dem Parkett verwenden, wenn er speziell für diese Aufgabe konzipiert wurde. Ansonsten beschädigen die Dämpfe den Holzboden, der anschließend unbrauchbar wird. Sollte der Parkettboden unversiegelt sein, kann er nach der Reinigung mit Hartwachs behandelt werden. Dadurch erhält der Boden einen besonderen Glanz und sieht wie neu aus. Wichtig: Sollte auf dem Parkett ein Teppichläufer aufgelegt werden, sollte man den Boden nicht wachsen, es besteht Rutschgefahr.

Artikelbild: © Serdiukov / Shutterstock

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Eine Antwort auf „Brauch ich einen Dampfreiniger?“

Der nächste Frühjahrsputz steht bevor und es stellt sich wirklich wieder die Frage, mit welchen Mitteln man die Wohnung am besten sauber bekommt. Dampfreiniger und Dampfsauger sind eine gute Alternative zu herkömmlichen, chemischen Reinigern, da man hier den Kontakt mit den chemischen Substanzen vermeidet. Auch bleiben nach dem Putzen keine Rückstände der Reiniger, welche die Haut reizen können. Insbesondere Kinder, die viel auf dem Boden rutschen und spielen, nehmen dann nicht die Putz-Rückstände auf. Die Arbeit bleibt bei einem Dampfreiniger nach wie vor, auch wenn es mit einem Dampfsauger wahrscheinlich leichter und schneller geht, als mit Eimer und Lappen, da dieser den Schmutz direkt aufsaugt. So bekommt man den Boden dann ruckzuck sauber und trocken. Viel Erfolg beim Frühjahrsputz 2013!

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