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9 Grundregeln für den Eigenschutz im Internet

Das Internet vereinnahmt das alltägliche Leben mehr und mehr. Viele Prozesse können nur noch online durchgeführt werden und erfordern das Hinterlassen von persönlichen Daten im digitalen Raum. Wie steht es aber eigentlich um die Sicherheit im Internet? Schon längst ist das Internet zum Kriminalitätsschauplatz geworden. Erfahren Sie im Folgenden, wie Sie sich im Internet schützen können.

Cyber-Kriminalität – ein wachsendes Problem

Durch die Verlagerung des Lebens in den digitalen Raum bietet sich auch für Betrüger eine immer größere Angriffsfläche. Zahlungsdaten können abgefangen und für betrügerische Einkäufe genutzt, persönliche Daten verkauft und Trojaner auf fremden Rechnern eingeschleust werden.
Für die Opfer von Kriminalität im Netz entstehen mitunter empfindliche Schäden – oft vor allem finanzieller Art.

Es gilt daher, sich durch Vorsicht und die Beachtung einiger Grundregeln so weit wie möglich selbst zu schützen.

Betrug im Sportwettenbereich

Sportwetten erfreuen sich ungebrochener Beliebtheit. Mit etwas Glück, guten Quoten und strategischem Geschick kann hier durchaus der ein oder andere Gewinn eingefahren werden. Gerade während sportlicher Großveranstaltungen – zum Beispiel Fußballturniere oder die Olympischen Spiele – haben Online-Sportwettenanbieter Hochkonjunktur.

Nicht jeder Anbieter ist aber seriös. Gerade im Bereich Sportwetten existieren viele sogenannte schwarze Schafe, die keinen vertrauenswürdigen Service anbieten. Bei diesen kann es dann zum Datenklau und dem Verlust von Geld kommen. Des Weiteren ist es möglich, dass unseriöse Anbieter Gewinne hinterher gar nicht auszahlen.

Wer also sicher sein will, an einen vertrauenswürdigen Sportwettenanbieter geraten zu sein, sollte diesen eingehend unter die Lupe nehmen. Ein Anbieter sollte in jedem Fall eine offizielle Sportwetten Lizenz besitzen und den Ablaufprozess des Wettens genau erklären. Auch ein Kundenservice ist ein Muss, denn gerade, wenn etwas nicht funktioniert, entscheidet dies über Seriosität. Ein deutschsprachiger Kundenservice zahlt sich in solchen Fällen aus.

Recherche und Vergleich – Vorsicht vor verdächtig guten Angeboten

Das Internet bietet heutzutage die Möglichkeit, Waren und Dienstleistungen aus aller Welt zu kaufen. Grenzen gibt es hierbei so gut wie keine und Nutzer sind bei der Auswahl eines passenden Angebots faktisch auf sich allein gestellt. Nicht selten locken Webseiten mit verdächtig guten Angeboten potenzielle Käufer an. Sind Produkte oder Dienstleistungen allerdings deutlich günstiger als bei der Konkurrenz, sollten aus Vorsicht erst einmal die Alarmglocken angehen.

Steht ein Preis in keinem Verhältnis zum angebotenen Produkt, kann es sich unter Umständen um ein betrügerisches Angebot handeln. Ein solches dient meist dazu, sensible Daten – zum Beispiel Kontodaten – abzugreifen. Betrüger können dann unter Umständen Geld vom Konto abbuchen, ohne dafür eine Leistung zu erbringen.

Um derartigen Betrugsmaschen zu entgehen, empfiehlt sich daher bei verdächtig guten Angeboten von unbekannten Webseiten eine gründliche Recherche. Interessierte Käufer sollten recherchieren, wer der Verkäufer ist, wo er seinen Sitz hat und wie die Erfahrungen anderer Kunden sind. Vergleichsportale mit Nutzerbewertungen können hier wertvolle Anhaltspunkte liefern. Nicht selten sind Betrüger schon an einer Flut negativer Bewertungen erkennbar.

Firewall und Antivirenprogramm installieren

Zu den elementarsten Grundregeln des sicheren Surfens gehört in jedem Fall die Installation von Schutzprogrammen. Eine gute Firewall sowie eine Antivirensoftware sollten für jeden Internetnutzer mit dazu gehören. Eine Firewall wehrt Zugriffe von außen auf das eigene Netzwerk ab. Sie fungiert als „Mauer“, die das private Netzwerk von der Außenwelt abschirmt. So werden zum Beispiel fremde und verdächtige IP-Adressen blockiert.

Eine Antivirensoftware schützt vor Viren, die Schaden auf dem eigenen PC verursachen könnten. Nicht immer fällt ein solcher Schaden sofort auf. Mitunter befinden sich Viren eine lange Zeit auf einem Computer oder Laptop, bevor die von ihnen verursachte Beeinträchtigung auffällt. Ein guter Basisschutz muss übrigens nicht teuer sein. Wer kein Geld für ein umfangreiches Virenabwehrprogramm ausgeben möchte, findet im Internet auch durchaus gute Anbieter von Gratis-Software.

Verschiedene Passwörter benutzen

Eine besonders effektive Grundregel beim sicheren Surfen im Internet, ist die Nutzung verschiedener Passwörter. Nicht selten haben Nutzer heutzutage eine Vielzahl an Accounts und nutzen der Einfachheit halber für viele davon das gleiche Passwort. Dies birgt allerdings Gefahren. Denn haben Hacker einmal ein Passwort herausgefunden und damit einen Account gehackt, könnten sie theoretisch auch auf andere Konten, für die dasselbe Passwort gilt, zugreifen.

Für maximale Sicherheit sollten daher immer unterschiedliche Passwörter verwendet werden. Sich alle zu merken, kann natürlich mühsam sein. Zur Not können Nutzer sich ihre Passwörter aber auch aufschreiben und an einem sicheren Ort verwahren. Es sollten allerdings nach Möglichkeit nicht alle Passwörter am selben Ort hinterlegt sein.

Updates durchführen

Obwohl sie mitunter nervig erscheinen, erfüllen Updates von Programmen eine wichtige Funktion: Sie bringen die Sicherheit auf den neusten Stand. In der Regel sind Hacker, Betrüger und Kriminelle den Entwicklern von Software einen Schritt voraus. Programmbetreiber müssen daher ständig nachziehen und ihr Angebot updaten. Wer im Internet möglichst sicher sein will, sollte es daher nicht vermeiden, Updates durchzuführen. Besonders wichtig können diese zum Beispiel beim Antivirenprogramm oder dem Internetbrowser sein. Aber auch alle anderen Programme – vor allem solche, die mit persönlichen Daten arbeiten – profitieren von Upgrades.

Phishing E-Mails entlarven

Phishing E-Mails hatte vermutlich jeder schon einmal im Postfach. Sie werden oft im Namen eines seriösen Anbieters verschickt, sind aber eigentlich von Betrügern. Viele von ihnen bekommen Nutzer auch gar nie zu Gesicht, da sie direkt im Spam-Ordner landen. Klassische Beispiele für Phishing E-Mails sind zum Beispiel Nachrichten, die auf angeblich nicht bezahlte Rechnungen hinweisen. Die E-Mail-Empfänger werden unter Druck gesetzt, möglichst schnell zu zahlen und überweisen in der Folge Geld an Betrüger. Dieses Geld dann jemals zurückzubekommen ist schwierig bis unmöglich.

Um Phishing E-Mails sicher zu erkennen gibt es einige Anhaltspunkte. So lässt sich eine Phishing-Mail oft schon an der gefälschten Absenderadresse erkennen. Diese kann zum Beispiel aufgrund unlogischer Buchstabenkombinationen unseriös wirken. Stammt eine Mail angeblich von einem offiziellen Absender, sollte im Zweifel dort erst einmal nachgefragt werden.

Drohungen und die Abfrage persönlicher Daten sollten ebenfalls zu Misstrauen verleiten. Auch hier gilt: Immer erst einmal beim vermeintlichen Absender nachfragen, bevor Geld überwiesen wird. Ist unsicher, worum es in der Mail eigentlich geht und wer der Absender ist, sollte sie einfach ignoriert werden. Wer auf Phishing-Mails hereinfällt und zum Beispiel Geld überweist, trägt finanzielle Schäden davon. Werden Anhänge geöffnet, können diese Schadsoftware wie Viren, Trojaner oder Bots enthalten.

Eine sichere Internetverbindung benutzen

Nicht jede Internetverbindung ist sicher. Dies gilt vor allem für solche, die an öffentlichen Orten für jeden zugänglich sind. Wer ein solches Netzwerk nutzt, kann die Sicherheit eben dessen nicht kontrollieren. Sensible Daten wie zum Beispiel Kontonummern oder wichtige Passwörter sollten dann lieber nicht eingegeben werden. Es besteht die Gefahr, dass sie in die Hände von Betrügern gelangen könnten.

Sicherheit für Kinder

Internetnutzer mit Kindern sollten besonders hohe Sicherheitsstandards ansetzen. Diese zielen in der Regel darauf, das Aufrufen unerwünschter Inhalte zu vermeiden. Kleinere Kinder sollten nach Möglichkeit eher nicht im Internet sich selbst überlassen werden. Für ältere Kinder und Teenager eignen sich zum Beispiel sogenannte Kindersicherungen und Jugendschutzeinstellungen. Diese funktionieren auf Basis einer Altersbeschränkung und blockieren nicht altersgemäße Inhalte. Pornografie, Gewalt oder andere unerwünschte Inhalte sind so nicht aufrufbar.

Sofern eine entsprechende Gefahr besteht, sollten auch Kredit- und EC-Karten außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahrt werden. So können diese keine unerlaubten Einkäufe tätigen. Zusätzlich zum Computer können natürlich auch Smartphones kindersicher gemacht werden. Hier lassen sich diverse Funktionen einstellen, die bestimmte Aktivitäten verbieten. So können zum Beispiel App-Käufe oder auch die Nutzung des Internets allgemein untersagt werden.

Vorsicht bei Online-Bekanntschaften

Das Chatten mit Online-Bekanntschaften gehört für viele Menschen zum Alltag mit dazu. Hier sollte allerdings höchste Vorsicht vorherrschen. Oft existieren die vermeintlichen Online-Bekanntschaften nämlich überhaupt nicht. Es kann sich zum Beispiel um Betrüger handeln, die sich als eine andere Person ausgeben und das Abgreifen sensibler Daten und von Geld zum Ziel haben. Es empfiehlt sich, weder Geld zu überweisen, noch Kontodaten oder Ähnliches herauszugeben.

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