Gleitsichtbrillen und ihre Funktionsweise

Mit dem Alter werden die gesundheitlichen Beschwerden häufiger und intensiver, in vielerlei Hinsicht ist man dann auf entsprechende Hilfsmittel angewiesen. Das Auge macht in diesem Zuge keine Ausnahme, denn altersbedingt minimiert sich die Sehkraft, Sehschwächen sind häufiger gegeben. Aus diesem Grunde wird häufig auf eine Gleitsichtbrille zurückgegriffen, die im Fachjargon auch als „Mehrstärken-Brille“ bezeichnet wird.

Wie sie genau funktioniert und wie es Ihnen leichter fällt, sich an die neue Umgebung zu gewöhnen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Altersweitsichtigkeit lässt sich behandeln

Eine Gleitsichtbrille ist deshalb für so viele Sehbeschwerden und Beeinträchtigungen geeignet, weil der sogenannte Übergang der jeweiligen Brechwinkel ohne Struktur ist, er also fließend verläuft. Im Gegensatz zu Bifokal- oder Trifokalbrillen, die für jeden Sehbereich eine andere Nutzung ermöglichen, kann mit Gleitsichtbrillen jedes Sehfeld allein durch die Steuerung des Auges optimal umgesetzt werden. Das obere Sehfeld ist für entfernt liegende Bereiche, das untere Sehfeld entsprechend für Sehbereiche im Detail. Durch eine unterschiedlich stark ausgeprägte Veränderung des mittleren Brechwinkels, welcher nach Bedarf ausgewählt werden kann, wird die Gleitsichtbrille auch für Arbeiten am Computer gebraucht.

Ein weiteres, wenn nicht gar entscheidendes Merkmal ist es, dass Gleitsichtbrillen nicht auf Anhieb als solche erkannt werden können. Im Gegensatz zu bis vor wenigen Jahren üblicherweise gebrauchten Bifokalgläsern, ist der ästhetische Aspekt sehr weit im Vordergrund – die Brille wird bei hochwertiger Ausführung und einwandfreier Funktionalität zu einem Stilmittel, was gerade im beruflichen Alltag genutzt werden kann. Weitere Informationen zu diesem Thema, eine große Auswahl an Gleitsichtbrillen sowie die Möglichkeit, über die Online-Anprobe den passenden Sitz bestimmen, finden Sie beispielsweise auf brille24.de.

Die Eingewöhnungszeit

Zu Beginn wird es Ihnen relativ schwer fallen, sich an diese neue Art des Sehens zu gewöhnen. Viele Menschen klagen über Kopfschmerzen und Schwindelgefühle, je nach Art der Brille kann die Eingewöhnung auch mehrere Tage oder Wochen in Anspruch nehmen. Hierdurch ist es wichtig, solche Bewegungen wie das Treppensteigen immer mit etwas Vorsicht auszuführen. Gehen Sie in aufrechter Position und versuchen Sie dabei, möglichst über den mittleren Bereich die Dimensionen der Treppe zu erkennen – stützen Sie sich am Geländer ab, benutzen den Nahbereich für das langsame Herantasten an jede Stufe. Auf diese Weise wird es Ihnen ermöglicht, mit demselben Blickwinkel die Wechsel der Sehbereiche zu vollführen, ohne dass es Ihnen größere Schwierigkeiten bereitet.

Hilfreich ist es zudem, die Bewegungen des Kopfes besser zu steuern, was vor allem beim Lesen möglich ist. Konzentrieren Sie sich dabei auf jede einzelne Zeile und versuchen, möglichst ohne größere Bewegungen immer weiter runter zu gehen.

Artikelbild: © Andresr / Shutterstock

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