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Woher stammt der Begriff Leseratte?

Viele Menschen lesen sehr gerne. Sie lieben das Gefühl sich voll und ganz in ein gutes Buch zu vertiefen und sich die Welt, die darin beschrieben wird, fantasievoll vorzustellen. Es ist auch möglich, dass diese Menschen, die viele Bücher lesen „Leseratten“ genannt werden. Doch woher stammt dieser Begriff? Seit dem späten 19. Jahrhundert ist dieser Begriff bekannt. Die Menschen die gern und oft lesen können auch „Bücherwürmer“ oder „Büchernarren“ genannt werden. Manchmal kann das Wort „Leseratte“ auch leicht negative Assoziationen auslösen. Die Ratte verschlingt die Bücher regelrecht ohne jegliche Kritik.

In den 1920er Jahren war diese Bezeichnung auch unter Studenten sehr beliebt. Sie nannten diejenigen Dozenten so, die Ihre Vorlesungen komplett aus einem Manuskript vortrugen und die Veranstaltung nicht frei gestalten konnten. Dieser Begriff kommt auch daher, dass Ratten in der Regel schlecht sehen können. Man bewegt seinen Kopf beim Lesen quasi wie eine Ratte immer wieder mit schnellen Bewegungen hin und her. Man konsumiert die Literatur und die verschiedenen Bücher also, ohne wählerisch zu sein. Eine Ratte frisst auch viele verschiedenen Sachen, ohne eine große Auswahl vorher zu treffen. Daher stammt der Begriff Ratte. Heute ist der Begriff eher neutral einzustufen. Eine Leseratte ist im Allgemeinen ein Mensch, der viel liest und somit über sehr viel Wissen verfügt. Eine Leseratte kann sich sehr gut alleine mit sich selbst beschäftigen und hat immer etwas zu tun. Heutzutage ist dieser Begriff also nicht mehr nur negativ behaftet.

Artikelbild: © Igor Normann / Shutterstock

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