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Woher rührt der Begriff „Sich ins Fäustchen lachen“ ?

Im Alltag gibt es oft sehr lustige Situationen. Da tut es gut, einmal laut zu lachen. Leider ist es aber nicht immer möglich, seine ganze Freude herauszulassen. In manchen Fällen lässt es die jeweilige Situation einfach nicht zu, kräftig zu lachen. Dann muss man das Lachen unterdrücken oder es verbergen. Uns Menschen ist die Möglichkeit gegeben, hinter vorgehaltener Hand zu lachen. Es ist auch möglich, die Faust vor den Mund zu halten. Dann können die Menschen in der Umgebung das Lachen eventuell nicht wahrnehmen und man wahrt sein Gesicht. Das Lachen ist somit geheim und für das Gegenüber nicht so leicht zu erkennen. Daher kommt auch die Redewendung „Sich ins Fäustchen lachen“.

In früheren Zeiten haben schon die Römer von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, ihr Lachen zu verbergen und zu verstecken. Sie nahmen beim Lachen einfach ihre Toga vor den Mund und schon konnte man Ihre Freude nicht mehr so leicht erkennen. Die Menschen in Großbritannien nehmen zum Verbergen Ihres Lachens meist den Ärmel ihres Pullovers oder Hemdes. So haben die verschiedenen Kulturen unterschiedliche Möglichkeiten gefunden, um ein Lachen zu verstecken. Es kann sehr hilfreich sein, im Verborgenen zu lachen. Manchmal ist es einfach nicht angebracht, laut und offen zu lachen. Man würde ich damit nur Feinde machen und verbirgt es lieber. In Deutschland ist dieser Brauch schon seit dem 16. Jahrhundert. weit verbreitet. Hier kann man heikle Situationen vermeiden durch das Lachen in sein Fäustchen. Auch wenn es sich bei dem Lachen um gehässige Schadenfreude handelt, die ein andere nicht sehen soll, ist das Lachen in die Faust sehr gut geeignet, um seinen Gefühlsausbruch zu verstecken.

Artikelbild: © ArtFamily / Shutterstock

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