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Lebensberatung – Wenn es alleine nicht mehr geht

Menschen sind unterschiedlich. Und so unterschiedlich, wie die Menschen sind, sind auch ihre Arten und Weisen mit dem Leben umzugehen. Die einen kommen schneller über Schicksalsschläge hinweg und andere brauchen ein wenig länger. Ähnlich verhält es sich auch mit Problemen. Während manche Menschen einfach im Vorbeigehen ihre Probleme lösen, benötigen andere Menschen Unterstützung und Hilfe. Oftmals kann eine Lebensberatung ein rettender Anker sein. Hier können Fragen und Probleme mit der eigenen Person, dem Partner oder dem sozialen Umfeld erörtert werden. Darüber hinaus finden sich nicht selten auf diese Weise auch verschiedene Lösungswege. Dabei steht der Therapeut einer Lebensberatung immer unter Schweigepflicht. Eine Lebensberatung findet in den meisten Fällen immer alleine statt.

Ursachen – Warum eine Lebensberatung in Anspruch nehmen?

Das Leben bringt so manche Überraschung mit sich. Und nicht immer kommt jeder mit den Änderungen und Veränderungen zurecht. Aus diesem Grund kann eine Lebensberatung eine hilfreiche Stütze sein. Beispielsweise:

  • bei einem Problem, mit dem man erfahrungsgemäß allein nicht mehr zurecht kommt
  • bei Lösungen, auf die man nicht alleine kommt
  • um mit Problemen besser umgehen zu können
  • um mögliche Eskalationen zu verhindern

Symptome – wann ist es Zeit für eine Lebensberatung?

Jeder Mensch, der der Meinung ist, nicht mehr alleine mit einem Problem oder einer Situation fertig zu werden, kann die Hilfe und Unterstützung einer Lebensberatung in Anspruch nehmen. Wer merkt, dass er sich immer mehr von der Außenwelt und seiner Umgebung abkapselt oder auch beginnt ein bestimmtes Suchtverhalten an den Tag zu legen, sollte sich möglichst schnell Hilfe suchen.

Die Ziele einer Lebensberatung

Die Ziele der Lebensberatung sind natürlich so verschieden, wie die Menschen. Je nach Problem oder Sorgen können unterschiedliche Ziele erreicht werden. Oftmals gehören die Folgenden dazu:

  • Selbstwert stärken
  • gelassener mit Stress am Arbeitsplatz umgehen
  • Trennung vom Partner /-in bewältigen lernen
  • Krisen der Lebensmitte als Chance nutzen
  • mit Glaubensproblemen konstruktiv umgehen
  • Trauer bewältigen
  • Lebensperspektive wiedergewinnen
  • die Partnerschaft beleben
  • fair streiten lernen

Die Lebensberatung als Chance

Patienten, die eine Lebensberatung in Anspruch nehmen wollen, tun dies in den meisten Fällen aus freien Stücken. Dabei kann der Impuls für den Besuch der Beratung natürlich auch von dem Hausarzt oder einem anderen Therapeuten gegeben werden. Beispielsweise wenn gehofft wird, dass durch die Beratung eine bestehende Erkrankung positiv beeinflusst werden kann. Generell entscheiden sich die meisten Menschen aber von selbst für eine solche Lebensberatung. Meist ist dies der Fall, wenn ein Lebensereignis die Betroffenen sprichwörtlich aus der Bahn wirft.

Wie verläuft eine Lebensberatung?

Vor der eigentlichen Beratung findet ein Erstgespräch mit dem Therapeuten statt. In diesem kann der Patient seine Probleme oder sein Anliegen schildern. Der Therapeut hört in diesem Fall erst einmal nur sehr aufmerksam zu und macht sich einige Stichpunkte. Anschließend stellt der Therapeut Fragen, um noch ein wenig mehr über die Person zu erfahren. Am Ende des ersten Gesprächs wird der weitere Verlauf besprochen. Der Therapeut teilt dem Patienten in diesem Fall mit, wie und vor allem inwieweit er helfen kann. Denn auch bei einer Lebensberatung sind gewisse Grenzen, die zu beachten sind.

Sollte der Therapeut mit den Gesprächen nicht weiterkommen oder ist einfach ein andere medizinischer Bedarf vorhanden, muss der Patient an einen fachkundigen Mediziner überwiesen werden. So dürfen die Therapeuten beispielsweise im Rahmen einer Lebensberatung keine Medikamente verschreiben. Denn viele Therapeuten der Lebensberatung sind keine zugelassenen Ärzte, die entsprechende Medikamente verschreiben dürften. Oftmals lassen sich leichte psychische Probleme mit einer entsprechenden Lebensberatung sehr gut in den Griff bekommen. Sollte dies jedoch nicht ausreichend, wird der Therapeut dann auch von sich aus, bereits andere Schritte in die Wege leiten und einen Experten konsultieren.

Artikelbild: © Ambrophoto / Shutterstock

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