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Hausbau – Die Finanzierung solide vorbereiten

Wenn man einen Hausbau plant, sollte man nicht erst wenige Wochen vor dem ersten Spatenstich mit den Vorbereitungen beginnen. Je früher man einen Hausbau planen kann, desto besser ist es. So kann man einerseits in aller Ruhe nach einem geeigneten Baugrundstück in optimaler Umgebung suchen und andererseits schon Eigenkapital für den späteren Hausbau zusammen tragen.

Die Finanzierung für einen Hausbau besteht immer aus den zwei Teilen Eigenkapital und Fremdkapital, so lange man nicht in der Lage ist, den Hausbau komplett aus eigenen Mitteln finanzieren zu können. Der dritte Weg, die so genannte Vollfinanzierung, sollte auf Grund der damit verbundenen Risiken wirklich nur im Ausnahmefall gegangen werden.

Geldanlagen zur Bildung von Eigenkapital

Das Eigenkapital gliedert sich in finanzielle Mittel und Eigenleistungen. Je höher die eigenen Barmittel sind, desto günstiger werden auch die Kosten für den Anteil der von der Bank gestellten Finanzierung für den Hausbau. Beim Zusammentragen des Geldes kann man sich mit einer guten Verzinsung Vorteile verschaffen. Als rentabel und sicher zugleich gelten hier einerseits die klassischen Bausparverträge, bei denen man aber beachten muss, dass bis zur Zuteilung des Kredits üblicherweise siebe Jahre vergehen.

Wesentlich flexibler ist man, wenn man die Finanzierung für den Hausbau beispielsweise mit Tagesgeld oder Festgeld zusammen trägt. Das Tagesgeld bietet tägliche Verfügbarkeit bei guten Renditen. Und wenn man es bei einer deutschen Bank anlegt, kommt noch eine vollständige Absicherung der Anlage hinzu. Das gilt auch für das Festgeld, was man mit unterschiedlichen Laufzeiten staffeln kann.

Auch Kapital bildende Versicherungen sind eine gute Möglichkeit, die Finanzierung für den Hausbau vorzubereiten. Sogar von den staatlich geförderten Varianten können Teile förderunschädlich für den Bau von selbst genutztem Wohneigentum verwendet werden. Nicht umsonst heißt eine der dafür bereit stehenden Vertragsmöglichkeiten Wohn-Riester. Dort bekommt man durch die Kombination aus Guthabenverzinsung und staatlichen Zuschüssen eine besonders lukrative Rendite. Andere Kapital bildende Versicherungen wie zum Beispiel eine fondsgebundene Lebensversicherung können später günstig beliehen oder als den Kreditzins senkende Sicherheiten in die Finanzierung für den Hausbau eingebracht werden.

Auf die Kreditverhandlung für das Hausbau-Darlehen vorbereiten

Bevor man zur Bank marschiert, um den Kredit für den Hausbau zu beantragen, sollte man seine Unterlagen aufbereiten. Eine Tabelle mit den monatlichen Einnahmen und Ausgaben kommt immer gut an. Sie bietet eine schnelle Übersicht und zeigt, dass sich der Kreditkunde Gedanken gemacht hat, welche Annuität er im Monat überhaupt zahlen kann.

Kopien der letzten Lohnbescheinigungen bzw. beim Selbstständigen von den Steuerbescheiden der vorangegangenen drei bis fünf Jahre sollten genau wie die Auszüge aus dem Grundbuch ebenfalls mit im Marschgepäck sein. Eine Schufa-Auskunft wird nicht benötigt, denn diese zieht sich die Kreditbank in der Regel selbst.

Vor der eigentlichen Verhandlung über die Finanzierung zum Hausbau sollte man sich ein paar Minuten Zeit nehmen und sich im Internet über die aktuell am Markt üblichen Konditionen informieren. Außerdem sollte man sich Informationen darüber beschaffen, welche Vor- und Nachteile einzelne Kreditformen mit fixen und variablen Zinsen mit sich bringen.

Wer seine Zinsen niedrig halten will, der schaut auch danach, welche Sicherheiten er der Bank über den Grundbucheintrag hinaus noch bieten kann. Hier können sowohl Guthaben aus pfändbaren Versicherungen als auch Wertpapiere herhalten. Wertpapiere werden allerdings je nach Zugehörigkeit zu den Indizes nur mit einem bestimmten Prozentsatz berücksichtigt. Aktien aus Penny-Stocks werden gar nicht angerechnet.

Artikelbild: © Andrey_Popov / Shutterstock

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