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Autoteilehandel: Verbraucher kaufen immer häufiger online

Rund sieben Millionen Autofahrer haben sich in den vergangenen zwei Jahren dazu entschlossen, Ersatzteile, Zubehör oder Reifen für ihr Fahrzeug online zu kaufen. Dies geht aus der neusten Studie „AutoTeileOnlineMonitor“ (ATOM) von TNS Infratest hervor. Das Umsatzvolumen der Onlinebranche hat bereits die Milliardengrenze überschritten – der Trend wird Prognosen zufolge weiterhin zunehmen.

Die Marktanteile des Internets im Automotive Aftermarket

Bereits jeder dritte deutsche Autofahrer nutzt das World Wide Web, um eine Werkstatt in seiner Nähe aufzusuchen. Jeder Sechste plant einen Termin in der Werkstatt online. Etwa jeder zehnte Autofahrer kaufte in den vergangenen zwei Jahren ein Autoteil im Netz.

Es wird klar, dass das Internet eine große Rolle im Leben des Autofahrers spielt. Das Web beeinflusst auch die Entscheidung des Autofahrers, welches Angebot er wählt – denn ihm stehen zahlreiche Informationsquellen zur Verfügung, die ihn informieren. Für den Verbraucher ist nicht nur der Preis und eine möglichst schnelle und günstige Lieferung wichtig, sondern auch die Seriosität des Verkäufers und die Einhaltung von Qualitätsrichtlinien. Ebenfalls wichtig ist ein möglichst einfacher Bestellvorgang: Beginnend bei der detailgetreuen Abbildung der Produkte inklusive zahlreicher Informationen über den sicheren Bezahlvorgang bis hin zu einer eventuellen Warenrückgabe oder Garantieinanspruchnahme.

Viele Autofahrer kaufen noch nicht routiniert ein, das heißt, sie benötigen Hilfe bei der Bestellung. Die Mehrzahl von ihnen kennt sich auch nicht besonders gut mit Autoteilen aus, sodass sie eine möglichst detailgetreue Beschreibung und Hilfe beim Aussuchen der richtigen Autoersatzteile benötigen. Viele Onlineshops ermöglichen ihren Kunden bereits, passende Ersatzteile über die Schlüsselnummer ihres Fahrzeugs zu finden. Dennoch wünschen sich Verbraucher, dass mehr Onlineshops sie direkt an Montageservices oder Werkstätten in ihrer Nähe vermitteln würden. Gerade jüngere Autofahrer, die noch nicht viel Zeit in einer Werkstatt verbracht haben, wünschen sich einen solchen Service.

Warum Autofahrer vermehrt online einkaufen

Das Internet hat in den vergangenen Jahren das Kaufverhalten des Otto-Normalverbrauchers radikal verändert: Jeder mit Internetanschluss hat die Möglichkeit, online zu gehen, und innerhalb von Sekunden den günstigsten Preis für das gewünschte Produkt zu finden – Preissuchmaschinen sei dank. Dieser Preisvergleich macht bei Autoteilen keinen Halt, Autofahrer suchen vermehrt online nach Autoersatzteilen, vergleichen bequem die Preise, lesen Rezensionen über den Onlineshop und bestellen die Ware im Netz. Ganze sieben Millionen Autofahrer haben in den letzten 24 Monaten Ersatzteile, Zubehör, Reifen oder Felgen online bestellt – Tendenz steigend.

Wie die Studie von TNS Infratest zeigt, wird sich der Wettbewerb um den Autoteile-Online-Markt weiter zuspitzen. Immer mehr Menschen werden Autoersatzteile online bestellen, wodurch Anbieter gezwungen sind, ihr Angebot auszuweiten und zu verbessern. Durch die steigende Anzahl von Onlineshops und Mitbewerbern können sich die Autoersatzteile-Anbieter nur noch mit einem individuellen und attraktiven Angebot von der Konkurrenz abheben. Onlineshops wie Parts2Go gehen auf individuelle Kundenwünsche ein und versuchen, ihr Angebot stets zu erweitern, um die Wünsche der Käufer zu erfüllen.

Gefahren und Potenzial für Webshops im Internet

Der Vertrieb über B2C-Shops von Ersatzteilen und Zubehör für Automobile steckt noch in den Kinderschuhen. Aktuell liegt der Marktanteil noch bei unter einem Prozent. Werkstattportale verdienen weitaus mehr, dies liegt unter anderem daran, dass hier Endkunden lediglich Servicepakete und nicht einzelne Ersatzteile kaufen können.

Die aktuelle Entwicklung im Online-Autoteilehandel stellt kleine und mittlere Teilehändler vor einer großen Herausforderung. Einerseits stehen sie in der noch guten Position zwischen dem B2C-Business im Netz sowie dem Direktverkauf an Automobilisten über große Autocenter. Auf der anderen Seite üben Großdistributoren großen Druck auf sie aus, da sie es bevorzugen, direkt an Werkstätten zu verkaufen. In Zukunft könnte es somit zu Problemen im Bereich Preise und Margen kommen. Aus diesem Grund müssen die Betroffenen frühzeitig auf den Onlinetrend reagieren und ihr Angebot anpassen.

Artikelbild: © withGod / Shutterstock

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