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Drehortvermietung – Geld verdienen mit der eigenen Wohnung

Als Student hat man es aufgrund der starken Zuwächse an Studierenden an Universitäten und Fachhochschulen nicht gerade leicht, einen Nebenjob in typischen Bereichen und auch in näherer Umgebung zur eigenen Wohnung zu ergattern. Gerade zu Beginn des Wintersemesters werden viele Jobs wieder frei, es rangeln sich aber ungleich viele Bewerber um diese klassischen Studentenjobs in Bars und anderen Bereichen. Abhilfe kann hier die seit mehreren Jahren verbreitete Praxis der Drehortvermietung leisten, vor allem Mieter in anspruchsvollen Lagen oder gut geschnittenen Loftwohnungen gehören zum bevorzugten Klientel.

Die besten Wege zur Drehortvermietung

Berlin zeigt sich seit über einem Jahrzehnt von seiner besten Seite, internationale Filmteams überrennen die Stadt praktisch. Eine Ursache dafür sind die Förderungen von Bund, Ländern und privaten Förderstiftungen, die natürlich gerne in Anspruch genommen werden und gerade für Budgetfilme interessant sind. Aber auch kleine Universitätsstädte liegen im Fokus der Gesellschaften, gerade bei Gesellschaftsdramen oder regionalen Produktionen. Eine Vorauswahl wird in der Regel von spezialisierten Vermittlungsagenturen vorgenommen, die im Auftrag der Produktionsgesellschaften tätig werden.

  • Eine reale Chance auf Zuteilung hat man grundsätzlich nur dann, wenn man in den Verzeichnissen eben jener Agenturen aufgelistet ist. Der Kontakt zu den Agenturen geht häufig über ein standardisiertes Verfahren im Internet, wo zunächst grundlegende Angaben zu Wohnräumen, der Ausstattung und der näheren Umgebung gemacht werden müssen. Fällt die Wohnung dann in das passende Raster, wird in der Regel ein Besichtigungstermin vereinbart und mit hoher Wahrscheinlichkeit dient die eigene Wohnung ziemlich bald schon als Filmlocation in einer internationalen Produktion.
  • Bei den Verhandlungen zum Mietpreis ist zu beachten, dass es mitunter um mehrere Drehwochen geht. In dieser Zeit muss man natürlich woanders Unterschlupf finden, etwa in einem Hostel oder bei Kommilitonen. Die monatliche Warmmiete als Tagessatz anzusetzen kann ratsam sein, hierbei sollte die Wohnung aber allen Anforderungen entsprechen. Es muss Platz für das Kamerateam gegeben sein, außerdem werden entsprechende Parkplätze in nächster Nähe benötigt. Ein Tipp: Der Vermieter muss grundsätzlich seine Zustimmung hierfür geben, sofern dies im Mietvertrag nicht angemerkt wurde.

Der Motivnutzungsvertrag

Beim Vertragsabschluss sollte man darauf achten, dass die Produktionsfirma eine entsprechende Haftpflichtversicherung abgeschlossen hat. Das gilt vor allem bei größeren Mehrfamilienhäusern, da hier zusätzlich für das Treppenhaus oder die Grundstücke eine Erlaubnis des Eigentümers einzuholen ist. Häufig ist es so, dass die Vermittlungsagentur direkt von der Produktionsfirma bezahlt wird, man als „Vermieter auf Zeit“ also keine Einbußen wegen dieser Dienstleistung hat. In manchen Fällen hat es schon Wunder bewirkt, wenn man ein eigenes kleines Video produzierte und sich damit bewarb – Eigeninitiative muss zwangsläufig nicht teuer sein, ein zweiminütiger Spot mit allen wichtigen Wohnräumen genügt schon.

Artikelbild: © Hipgnosis / Shutterstock

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