Was ist ein Allgemeinmediziner?

Nach einem mehrjährigen Studium der Medizin, kann man sich als Arzt in der Fachspezialisierung der Allgemeinmedizin ausbilden lassen.

Wer als Student zunächst ein Medizinstudium erfolgreich abgeschlossen hat, hat die Möglichkeit sich der Fachqualifizierung für die Allgemeinmedizin zuzuwenden. Dabei absolviert man die Ausbildung in der Regel in Krankenhäusern, die die Spezialisierung der Allgemeinmedizin anbieten. Auch in niedergelassenen Praxen, wie zum Beispiel bei Hausärzten findet ein Teil der Ausbildung statt.

Der Allgemeinmediziner gilt als „Lotse“ im Gesundheitssystem. Zu ihm sollte man als Patient gehen, wenn man eine Erkrankung hat. Wenn es sich bei der Krankheit um eine spezielle Angelegenheit handelt, überweist der Allgemeinmediziner den Patienten weiter an einen Arzt mit speziellen Fähigkeiten. So kann der Allgemeinarzt den Kranken zum Beispiel zu einem Orthopäden oder einem Augenarzt überweisen. Man bekommt dann im Sekretariat der Allgemeinarztpraxis von der dort sitzenden Arzthelferin eine Überweisung ausgehändigt, mit der man sich dann bei dem speziellen Arzt vorstellen muss. So ist gewährleistet, dass der Allgemeinarzt den Patienten zunächst bei der Diagnose anschaut und dann entscheiden kann, ob und in welchem Rahmen eine weitere Überweisung zu einem speziellen Arzt erfolgen soll. Der Allgemeinarzt ist dabei also ein Spezialist für die Allgemeinmedizin und kennt sich vor allem mit fachübergreifender Medizin aus.

Allgemeinärzte als Hausarzt?

Die Allgemeinärzte können auch die Funktion eines Hausarztes übernehmen. Dabei werden durch den Arzt auch Hausbesuche durchgeführt. Dies ist besonders bei älteren Patienten sinnvoll, die nicht mehr aus der Wohnung oder dem Bett kommen können. Dabei ist die Allgemeinmedizin ein Fachgebiet der Medizin. Die Allgemeinmediziner arbeiten ganz klassisch in Krankenhäusern. Aber auch in niedergelassenen Praxen sind Sie anzufinden. Dort sind Sie dann in den meisten Fällen auch als sogenannter Hausarzt tätig. Es ist positiv, wenn jede Familie oder sogar jeder Mensch seinen eigenen Hausarzt hat. Diesen sucht der Patient immer dann auf, wenn er Probleme mit der Gesundheit hat. Es kommt also häufig vor, dass der Allgemeinmediziner seine Patienten besser kennt, als der spezialisierte Arzt, der den Kranken bei einem bestimmten Fall betreut.

Der Allgemeinmediziner arbeitet also zusammen mit dem Patienten an der gesundheitlichen Grundversorgung, an der Akut- und Langzeitversorgung und an der Rehabilitation. Die Ärzte mit der Ausbildung in Allgemeinmedizin sind immer die ersten Ansprechpartner, wenn es um ein Problem mit der eigenen Gesundheit geht. Ein Hausarzt muss in der Lage sein, gefährliche Gesundheitszustände zu erkennen und durch eine eventuelle Überweisung zu einem anderen Facharzt auch abzuwenden. Dabei werden chronisch Kranke genauso behandelt wie Bluthochdruckpatienten und Diabetiker. Der erste Ansprechpartner ist der Allgemeinmediziner auch bei der Familienmedizin. Hier ist der Hausarzt darauf geschult, zum Beispiel auch einmal Konflikt innerhalb der Familie zu erkennen und zu lösen.

Überweisungsschein und alternativen Heilmethoden

Ein Facharzt kann nur mit einem Überweisungsschein von einem Allgemeinmediziner konsultiert werden. Dazu ist der Patient verpflichtet. Der Allgemeinmediziner hat darüber hinaus die Möglichkeit sich auch in verschiedenen alternativen Heilmethoden fortzubilden. Damit erwirbt er Kenntnisse und Fähigkeiten, die ihm im Alltag in der täglichen Praxis sehr hilfreich sein können. Der Allgemeinarzt berücksichtigt körperliche, psychische und soziale Hintergründe des Patienten. Dazu dient die medizinische Diagnose. Allgemeinärzte haben eine hohe Patientenanzahl, die alle in sehr kurzen Rhythmen behandelt werden müssen. Meist ist ein Tag eines Hausarztes sehr lang und mit großen Mühen verbunden.

Der Allgemeinmediziner betrachtet dabei immer die gesamte Geschichte und vor allem das soziale und gesellschaftliche Umfeld des Patienten. Am Ende erstellt er aus allen Faktoren einen Befund und entscheidet dann, ob eine Überweisung zu einem anderen Facharzt stattfinden soll. Es gibt einige sehr häufige Gründe, warum die Patienten den Allgemeinmediziner aufsuchen. Ein Grund ist sehr oft der sogenannte „Kreuzschmerz“. Hierbei beklagen die Patienten einen ziehenden und drückenden Schmerz im gesamten Rücken. Auch der Schnupfen und die Erkältung in der kalten Jahreszeit ist ein sehr häufiger Grund, warum die Menschen den Allgemeinmediziner aufsuchen. Erbrechen und Schwindel nehmen die Bürger auch häufig zum Anlass, um ihren Hausarzt aufzusuchen.

Ziel eines Allgemeinmediziners

Als Ziel setzt sich der Allgemeinmediziner jeden Tag, eine qualitativ hochwertige medizinische Versorgung zu gewährleisten. Dabei ist er auf die Zusammenarbeit mit guten anderen Fachärzten angewiesen. Ein ständiger und reger Austausch zwischen den einzelnen Fachdisziplinen im Ort kann dabei nur von Vorteil sein und sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Der Allgemeinmediziner hat unter anderem die Aufgabe den Patienten zu schützen und auch die gesamte Gesellschaft vor einer Fehl-, Unter- oder sogar einer Überversorgung zu schützen.

Der Hausarzt hat eine sogenannte Steuer- und Filterfunktion. Er vollzieht die Diagnose in Stufen mithilfe der fachspezifischen Kollegen. Er hat darüber hinaus auch eine gesundheitsbildende und -informierende Funktion in der Stadt und der Gemeinde auszuführen, in der er tätig ist. Er ist der Koordinator zwischen den unterschiedlichen Versorgungsebenen. Er hat die Aufgabe, die Befunde und Ergebnisse ständig und regelmäßig zu dokumentieren und zu archivieren. Der Hausarzt ist freiberuflich tätig. Er kann auch in einem Medizinischen Versorgungszentrum als Arzt angestellt sein. Im Rahmen des Hausarztmodells ist er immer der erste Ansprechpartner, wenn es um Probleme mit der eigenen Gesundheit geht.

Artikelbild: © wavebreakmedia / Shutterstock

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