Handy-Ortung: Wie kann man ein Handy lokalisieren?

Handys und Smartphones nutzt heute nahezu jeder: Von Schulkindern über Business-Personen bis hin zu Rentnern. Gerade für Eltern ist es wichtig zu wissen, wo sich ihre Sprösslinge gerade befinden, um sie im Notfall abholen oder ihnen helfen zu können. In der Vergangenheit führte die Handy-Ortung zu einem toten Vermissten. Dies zeigt, wie wichtig diese Ortung ist.

Eltern wollen es natürlich nicht so weit kommen lassen. Sie möchten mit Ortungs-Apps ständig ihre Kinder lokalisieren können. Das hat zwei Vorteile: Sie wissen zum einen, wo sich ihr Nachwuchs befindet. Zum anderen kann das Smartphone oder Handy im Falle eines Diebstahls bei der Polizei gemeldet werden. Tatsächlich ist die Tendenz zum Diebstahl um 19,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Eine Lokalisierungs-Software ist somit nicht nur für Eltern mit Kindern, sondern jeden Smartphone-Besitzer sinnvoll. Schließlich wäre es ärgerlich, wenn plötzlich ein 500 Euro teures Smartphone gestohlen wird. Darauf befinden sich nicht nur private Daten, oftmals auch empfindliche Firmen-Daten.

Ortung über das GSM-Netz

Wer keine Lokalisierungs-Software auf seinem Smartphone installiert hat oder wer ein altmodisches Handy besitzt, das die Installation von Software nicht zulässt, kann die Standortbestimmung nur zusammen mit dem Netzbetreiber durchführen. Sogenannte Mobilfunkzellen bieten die Grundlage. Sie bezeichnen einzelne Bereiche, die ein Sendemast abdeckt. Jedes Handy kommuniziert automatisch mit dem nächstgelegenen Sendemast. Mobilfunkanbieter können genau abfragen, welches Handy gerade mit einem jeweiligen Sendemast verbunden ist. Auch der Wechsel zum nächsten Sendemast kann aufgezeichnet werden. Dank den festen Koordinationen des Sendemastes und seiner Funkreichweite kann so die ungefähre Position des Mobiltelefons bestimmt werden.

Handy-Ortung mit GPS

Neben der Ortung über das GSM-Netz gibt es eine genauere Lokalisierung über das Global Position System (GPS). Nahezu jedes Smartphone verfügt über integriertes GPS, auf das zahlreiche Anwendungen zugreifen. Wurde die GPS-Funktion auf dem Smartphone deaktiviert oder das Mobiltelefon befindet sich im Funkschatten der Satelliten, dann kann seine aktuelle Position nicht bestimmt werden.

Apps zur Lokalisierung

Sowohl große als auch kleine Softwareentwickler bieten verschiedene Programme zur Lokalisierung des Smartphones an. Zu den beliebtesten gehört die App lookout, die gleichzeitig auch ein Antivirus-Programm ist. Die kostenlose App kann auf dem iPhone und Android-Geräten installiert werden. Mit der kostenlosen Version kann das Mobiltelefon allerdings nur lokalisiert werden. Das Löschen der Daten oder Sperren des Gerätes ist nur mit der kostenpflichtigen Version möglich. Weitere beliebte Apps zur Lokalisierung:

  • Plan B
  • 12track
  • F-Secure Anti-Theft
  • Puntalo
  • Android Lost
  • Gadget Trak
  • Vodafone Protect

Apple und Co. lokalisieren Nutzer

Zahlreiche Programme senden Daten an ihre Anbieter, ohne dass es die Nutzer mitbekommen. Auch die GPS-Koordinaten gehören zu diesen Daten. Zwar könnten die Unternehmen alle möglichen Daten so über den Smartphone-Besitzer auslesen, es gibt aber auch einen Vorteil: Apple zum Beispiel bietet seinen Kunden über die Funktion „Mein iPhone suchen“ einen Mac oder ein iOS-Gerät zu finden und die darauf befindlichen Daten zu schützen. Über GPS wird das Gerät lokalisiert und der Besitzer kann eine Nachricht auf das Gerät senden, es sperren, die Daten löschen oder einen Signalton darauf abspielen lassen.

Artikelbild: © snapgalleria / Shutterstock

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