Mit Factoring können Firmen gekonnt Ihre Eigenkapitalquote erhöhen

Jede Firma muss Entscheidungen bezüglich ihrer Unternehmens- und Kapitalstruktur treffen, welche einen ausschlaggebenden Einfluss darauf haben, wie sie von potentiellen Investoren wahrgenommen wird. Dabei muss jede Firma ohne betriebswirtschaftliche Grundsätze, welche Richtwerte für eine optimale Kapitalstruktur vorgeben könnten, auskommen. Da weitgehend anerkannt ist, dass es keine allgemeine, ideale Kapitalstruktur gibt, sondern diese stark vom jeweiligen Unternehmen und dem Umfeld, indem es agiert, abhängig ist, muss jede Firma selbst die für sie geeignetste Balance zwischen Eigen- und Fremdkapital finden.

Hohe Eigenkapitalquote von Vorteil

So versuchen einige Unternehmen beispielsweise, ihre Eigenkapitalquote zu erhöhen und überwiegend ohne Fremdkapital auszukommen. Hier ist es von Bedeutung, an welche Zielgruppe von Gläubigern sich die Firma richten möchte. Investoren, welche nicht besonders risikofreundlich sind, bevorzugen meist aufgrund persönlicher Präferenzen Unternehmen mit einer höheren Eigenkapitalquote. Dies ist nur einer von diversen Gründen, weshalb manche Unternehmen eine möglichst hohe Eigenkapitalquote anstreben.

Zudem orientiert sich das Unternehmen bei wichtigen Finanzierungsentscheidungen an diesem Wert. Besonders bei Engpässen ist es von großem Vorteil, über ein hohes Eigenkapital zu verfügen bzw. besonders liquide zu sein, da es als wesentliche Absicherung dienen kann, um diese zu überbrücken. Auch das Bank-Rating und Ansehen des Unternehmens können durch eine höhere Eigenkapitalquote steigen. Das sogenannte Factoring ist eine Möglichkeit, geschickt die Eigenkapitalquote zu erhöhen.

Factoring – ein wachsendes Geschäft

Factoring klingt zunächst nach einem abstrakten Begriff, der aus der englischen Sprache übernommen wurde. Tatsächlich hat dieser Anglizismus seinen Ursprung im lateinischen Wort factura, welches soviel wie Rechnung bedeutet. Er bezeichnet die gewerbliche Übertragung von Forderungen eines Kreditors, also eines Unternehmens, gegen Debitoren oder Forderungsschuldner vor Fälligkeit an ein Institut (beispielsweise ein Kreditinstitut).

So dient Factoring als Finanzierungsquelle, um für eine höhere Liquidität zu sorgen, da die Bilanz des Unternehmens um die vom Factoring eingeschlossenen Forderungen reduziert wird. Durch diese geschickte Bilanzkürzung wird somit auch eine höhere Eigenkapitalquote erreicht. Unterschieden wird bei dieser Finanzdienstleistung zwischen echtem und unechtem Factoring. Bei ersterem werden die Forderungen samt Ausfallrisiko an das Institut, den sogenannten Factor, übertragen. So haftet dieses, sollte es zum Forderungsausfall kommen. Beim unechten Factoring liegt dieses Risiko beim Lieferanten.

Da es sich beim Factoring um eine elegante und geschickte Möglichkeit der Bilanzkürzung für viele Unternehmen handelt, verzeichneten die rund 2.370 Factoringinstitute weltweit allein im Jahre 2015 Umsätze in Höhe von über 2,3 Milliarden Euro. Bei einem solch großen Angebot kann es schwer fallen, ein für Sie geeignetes Angebot zu finden. Auf Factoringvergleichen.de können Sie deshalb basierend auf der Abrechnungsmethode sowie der Anzahl Ihrer aktiven Schuldner und der durchschnittlichen Rechnungshöhe verschiedene Factoring-Angebote vergleichen und das für Sie am besten geeignetste auswählen.

Artikelbild: designer491 / Bigstock.com

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